Wohnen im Hotel: Das ist bald in Dornbirn möglich

Markt / 22.07.2026 • 15:06 Uhr
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Dieses Hotel wird ab 2027 transformiert – das Gebäude im Hintergrund wird ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht.VN/sca

Die Uhr tickt für das traditionsreiche Viersterne-Hotel in der Messestadt, Ende des Jahres ist Schluss – Projekt für die nachhaltige Neunutzung in den Startlöchern.

Dornbirn Seit dem Jahr 1980 empfängt das Viersterne-Hotel Bischof an der Dornbirner Hatlerstraße Gäste, nun hat das Hotel ein Ablaufdatum. Ende des Jahres schließt das Haus endgültig, wie die Inhaberin des Hotels, Pia Lengauer, bereits zu Jahresbeginn bestätigte. Jetzt ist auch klar, wie es für das große Gebäude weitergeht. Für die künftige Nutzung gibt es bereits konkrete Pläne. Aus dem Hotel wird ein ganz besonderes Miethaus. Statt der 18 Einzelzimmer, 46 Doppelzimmer und den zwei Suiten werden im Hotel Dauermieter einziehen.

Maisonette und Penthouse

Das Hotel wird generalsaniert, und zwar zu einem Wohngebäude. Die bisherigen Hotelzimmer und Suiten werden zu geförderten Mietwohnungen, genau genommen zu zweigeschossigen Maisonetten sowie drei weiteren Wohnungen im Dachgeschoss, informiert der Geschäftsführer des gemeinnützigen Bauträgers “Österreichisches Siedlungswerk” (ÖSW), Alexander Stroppa, auf VN-Anfrage. Im Erdgeschoss wird Stroppa künftig auch seinen Arbeitsplatz haben. Die Gewerbefläche – derzeit ein Gastronomiebetrieb – wird künftig Standort des ÖSW in Vorarlberg sein.

Wohnen im Hotel: Das ist bald in Dornbirn möglich
Alexander Stroppa ist Geschäftsführer der ÖSW in Vorarlberg: Er setzt beim Projekt in Dornbirn auf Sanierung und verwandelt es vom Hotel zum Wohnhaus.VN/sca

Das ÖSW verfolgt bei diesem Projekt im Hatlerdorf eine Nachhaltigkeitsstrategie, wie sie auch vom Vorarlberger Architekturinstitut (VAI) vertreten wird: Das Haus wird nicht abgerissen, sondern für den neuen Zweck auf den neuesten Stand gebracht. Die Europäische Bürgerinitiative HouseEurope!, deren Botschafterin in Vorarlberg die Direktorin des VAI, Verena Konrad, ist, hat das Ziel, Sanierung und Umbau zu fördern und dem Abriss entgegenzuwirken. Deshalb wurde im Rahmen der Vorplanung dieses Projektes eine Öko-Index-Umsetzungsbegleitung durch das Vorarlberger Energieinstitut durchgeführt. Dabei gehe es einerseits um eine Analyse ökologischer Materialverbesserungen und andererseits um einen Vergleich der Sanierung gegenüber einer Neubauvariante in Holz, erklärt der ÖSW-Geschäftsführer.

Sanierung statt Abbruch

“Das Ergebnis war eindeutig”, so Stroppa, die Sanierung schneidet in allen Bereichen am besten ab. “Allein für den Abbruch des Hotel-Gebäudes, bestehend aus 3700 Tonnen Stahlbeton-Primärkonstruktion, und den Materialtransport für den Ersatzneubau müssten wir 300 Lkw-Fahrten durchführen.” Neben den 29 Wohnungen im Bischof wird aber auch neu gebaut: Die derzeit noch als Lager genutzte Gewerbehalle wird abgerissen. Auf dem Gelände wird ein Neubau mit weiteren 18 geförderten Mietwohnungen entstehen. Außerdem wird die bestehende Tiefgarage erweitert.

Das Gebäude gleich nebenan in der Hatlerstraße wird ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht, informiert das Unternehmen. Das Objekt mit 13 Wohneinheiten und einer Gewerbefläche im Erdgeschoss wurde durch die ÖSW-Öko-soziales Wohnen, eine 100-prozentige Tochter des ÖSW-Konzerns, erworben. Diese Wohnungen sind frei finanziert und werden verkauft, informiert Alexander Stroppa.

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In Bludesch errichtet die ÖSW derzeit eine Wohnanlage mit 22 Wohneinheiten zum Mieten bzw. zum Mietkauf.ÖSW

Die ÖSW, erst im vergangenen Jahr gegründet, legt ein ordentliches Tempo vor. Derzeit sind 14 Projekte in Realisierung bzw. Planung. In Bludesch errichtet die ÖSW Wohnbauvereinigung Gemeinnützige GmbH eine Wohnanlage mit 22 Wohneinheiten auf insgesamt 1500 Quadratmetern Wohnnutzfläche. Die 22 Wohneinheiten werden als Miet- bzw. Mietkaufwohnungen errichtet. Die Wohnungsübergabe soll Ende 2027 erfolgen.