Dieser Vorarlberger Autohändler baut jetzt ein “Traumhaus”

Gleich mehrere Jubiläen werden bei einem der größten Autohäuser Vorarlbergs gefeiert. Und zum “Geburtstag” baut das Unternehmen für eine seiner Marken ein eigenes repräsentatives Gebäude.
Rankweil, Dornbirn Die vergangenen Jahre waren in der Automobilwirtschaft von Transformation geprägt. Auch wurde in der Branche aufgrund der Krisen eine spürbare Kaufzurückhaltung festgestellt. Doch inzwischen hat der Markt wieder Fahrt aufgenommen. Vor allem E-Autos beflügeln den Autohandel. Und die sorgen auch beim Autohaus Ellensohn für Freude.
Der richtige Riecher
“Wir haben inzwischen über 1000 BYD-Autos verkauft”, freut sich Edgar Ellensohn über die Entscheidung des Familienunternehmens, im Jahr 2023 die Landesvertretung der Marke “Build your Dreams”, kurz BYD, zu übernehmen. Wie schon im Jahr 1971 hatten die Ellensohns den richtigen Riecher bei der Auswahl ihrer Automobilvertretungen. Damals begann, so Seniorchef Manfred Ellensohn, ein neues Kapitel in der Firmengeschichte mit der Vertretung des damals in den europäischen Markt eintretenden Automobilherstellers Toyota. Ellensohn machte die Marke in Vorarlberg groß. “Jetzt haben wir die größten asiatischen Marken im Programm”, so Manfred Ellensohn. Neben Toyota vertritt Ellensohn seit 2021 auch die Marke Hyundai. Es war auch der Wandel des Toyota- und Lexushändlers zum Mehrmarkenhaus.

Das Autohaus Ellensohn hat also ohnehin Grund, optimistisch in die Zukunft zu schauen, doch es gibt heuer auch gleich mehrere Jubiläen zu feiern. 1936 gründete Franz Ellensohn in Feldkirch die Firma, damals als Motorradhandel und Werkstätte. Mit Sohn Manfred stiegen die Ellensohns 1961 vom Zweirad aufs Auto um. “Ich bin in der Werkstätte aufgewachsen”, erzählt Manfred Ellensohn, der als Autorennfahrer international bekannt wurde und in den 60er-Jahren Fahrzeuge seines Rennsportpartners NSU verkaufte. Neben 55 Jahren Toyota-Partnerschaft ist auch Lexus seit 35 Jahren fester Bestandteil des Angebots, Hyundai seit fünf Jahren. Und obendrauf feiert der Seniorchef, der heute zusammen mit seinen Söhnen Ernst und Edgar sowie Manuel Brunner das Unternehmen führt, in wenigen Wochen seinen 80. Geburtstag.
Bauprojekt im Schwefel startet
Wie ein Geschenk zum Jubiläum wirkt dann die Erteilung der Baugenehmigung für das nächste Projekt der Firma. “Am 1. September fahren in Dornbirn die Bagger auf”, so Brunner, “wir errichten im Schwefel einen neuen Standort für die Marke BYD im ehemaligen ARBÖ-Gebäude”. Rund 1,5 Millionen Euro werden in das Gebäude, quasi ein “Traumhaus”, investiert, das als Repräsentanz und Schauraum nach den Standards von BYD errichtet und 2027 eröffnet wird. In Dornbirn ist inzwischen der Showroom auf den neuesten Stand nach Toyota-Vorgaben gebracht worden, zeitnah werde auch die Fassade in neuer Optik glänzen. Und es gibt weitere Geschenke: Ellensohn ist der stärkste BYD-Händler in Österreich, vom Fachmagazin “Alles Auto” bzw. von den Kunden zu Vorarlbergs bester Werkstätte gekürt.

“Solche Auszeichnungen sind wichtig”, so Edi Ellensohn, “denn sie zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind”. Brunner weist darauf hin, dass die “Aftersales” immer wichtiger werden. “Die Leute kaufen mit dem Auto eine Dienstleistung”, erklärt er. Das nun 90-jährige Unternehmen ist auf der Überholspur. Deshalb suchen wir Mitarbeitende für alle unsere Bereiche”, so Ernst Ellensohn. Wie in den letzten Jahrzehnten bilde man außerdem Lehrlinge aus. Früher lernten die Kfz-Lehrlinge mit Verbrennern, heute müssen sie sich mit allen Antriebstechniken gleichermaßen auskennen. Denn das Autohaus, das in seinen sechs Betrieben – zwei davon in Innsbruck – 110 Mitarbeitende beschäftigt und einen Umsatz von rund 70 Millionen Euro ausweist, bietet alle Antriebsarten an – sogar Wasserstoff. Heuer werden insgesamt rund 3000 Neu- und Gebrauchtwagen verkauft.