Fachgeschäft wird Tennis-Community gerecht

„Stopolobo“ setzt auf persönliche Beratung, internationale Marken und umfassenden Service.
Lustenau Tennis begleitet Tobias Hämmerle (44) bereits seit seiner Kindheit. Vor mehr als drei Jahren kam dem begeisterten Tennisspieler die Idee, ein eigenes Fachgeschäft für Tennis und Padel zu eröffnen. „Man findet einfach nirgendwo ein Geschäft, in dem man für den Tennissport gut beraten wird“, erklärt Hämmerle. Er wollte diese Lücke schließen. Dass der Bedarf vorhanden ist, zeigen auch seine Kunden. Mittlerweile reisen sie sogar aus dem Montafon oder dem Schweizer Winterthur nach Lustenau, um sich bei Tobias Hämmerle beraten zu lassen. In seinem Tennis-Concept-Store „Stopolobo“ in der Schillerstraße finden sich internationale Marken wie Yonex und Tecnifibre. Hersteller, die vielen Tennisspielern vor der Eröffnung des Geschäfts vor allem von großen Turnieren aus dem Fernsehen bekannt waren.



„Online wird man nicht glücklich“
Inzwischen hat sich „Stopolobo“ im Land einen Namen gemacht. Das liegt nicht zuletzt am umfangreichen Sortiment: Neben Tennis- und Padel-Schlägern bietet Hämmerle Sportbekleidung für Platz und Freizeit, Schuhe, Taschen und verschiedene Accessoires an. Ein wichtiger Teil des Konzepts ist die Möglichkeit, Schläger vor dem Kauf ausgiebig zu testen. „Unsere Kunden können mehrere Schläger aus dem Testsortiment für eine gewisse Zeit mit nach Hause nehmen“, erzählt er. So lässt sich herausfinden, welches Modell tatsächlich zum eigenen Spiel passt. Die persönliche Beratung ist für den Fachhändler ein entscheidender Faktor. „Online wird man nicht glücklich“, ist er überzeugt. Einige Kunden, die im Internet gekauft hätten, seien inzwischen wieder zum Fachhandel zurückgekehrt. Sein Ziel ist es, Tennisspielern und Menschen, die gerade mit dem Sport beginnen, bestmöglich zu beraten und mit dem passenden Material auszustatten. „Ich will der stetig wachsenden Tenniscommunity gerecht werden.“ Auch bei den Marken ist die Auswahl groß. Nahezu alle namhaften Hersteller sind bei „Stopolobo“ vertreten. Eine Ausnahme bildet Head. „Dass dies so ist, liegt nicht an mir“, sagt Hämmerle.
Umfassender Service
Zum Angebot gehört auch ein eigener Bespannservice. „Wir bespannen hier auf Tour-Niveau“, sagt Hämmerle, während er gerade den Schläger einer Kundin neu bespannt.

Eine wichtige Säule des Geschäfts sind zudem die Vereine. Hämmerle stattet mehrere Clubs im ganzen Land mit Kleidung und Schlägern aus. Er kümmert sich um die Anprobe der Spieler sowie um Vereinslogos und Sponsorenaufdrucke. „Am Ende erhält jeder Spieler sein eigenes Säckchen mit seinen persönlichen Kleidungsstücken“, erklärt er. Trotz der mittlerweile gewachsenen Bekanntheit bleibt die Führung eines kleinen Fachgeschäfts eine Herausforderung. Sein Ansatz bleibt deshalb klar: persönliche Beratung, Fachwissen und Service. Stopolobo hat in Oberösterreich zudem einen zweiten Standort, auch dort kommt der Service des Geschäfts gut bei den Kunden an.

Der Name ist Programm
Der Name „Stopolobo“ ist eine Anspielung auf den Tennisschlag „Stop-Lob“. Dabei werden zwei Techniken miteinander kombiniert: der Stoppball und der Lob. Zunächst wird der Ball kurz hinter das Netz gespielt. Anschließend folgt ein Lob – ein hoher Schlag – über den Gegner hinweg in Richtung Grundlinie. Dieser muss dadurch wieder nach hinten laufen. Ein anspruchsvoller Schlag, bei dem Timing und Präzision gefragt sind und damit ein durchaus passender Name für ein Geschäft, das sich ganz dem Tennis- und Padelsport verschrieben hat. BVS