So kommt ein Lustenauer Schreibwarenhändler Schulen und Eltern entgegen

Schreibwarengeschäft bietet Lehrern und ihren Schülern einen besonderen Service an.
Lustenau Der Tag von Geschäftsinhaberin Birgit Hagen vom Schreibwarengeschäft “dar Zäodl” in Lustenau beginnt in den Wochen vor dem Schulstart schon recht früh. “Ich bin meist um vier Uhr in der Früh im Geschäft und richte die Bestellungen der Lehrer her”, erzählt sie. Rund 100 Klassen mit ihren Lehrpersonen von Lochau bis nach Feldkirch nutzen ihren Bestellservice: Sie ordern Hefte, Mappen, Wasserfarben und Wachskreiden bei dem Schreibwarengeschäft in Lustenau für ihre Schüler. “Die Lehrer können bei uns bestellen und erhalten zehn Prozent Rabatt. Zudem stellen wir ihnen das Gekaufte zu”, erklärt sie. Um die Kosten zum Schulanfang für die Familien etwas zu reduzieren, werden die Hefte erst Anfang Oktober abgerechnet.

Bewährter Service seit 25 Jahren
Die Idee für den Bestellservice entstand vor mehr als 25 Jahren. Damals fanden im Reichshofsaal Lehrertage statt. Das Schreibwarengeschäft war vor Ort und präsentierte Neuheiten bei Heften und Schreibutensilien. “Wir haben begonnen, den Lehrern ihre Bestellungen zuzustellen. Das hat sich herumgesprochen”, erinnert sich Hagen. Heute ist der Service fester Bestandteil des Geschäfts. Im Drei-Frauen-Betrieb müssen die Abläufe vor Schulbeginn genau aufeinander abgestimmt sein. Während Birgit Hagen in den frühen Morgenstunden die Kisten mit den jeweiligen Bestellungen vorbereitet, übernimmt ihre Tochter Jasmin die Zustellung.

Erfahrung hilft
Über die Jahre hat sich Hagen ein umfangreiches Wissen über die Wünsche und Bedürfnisse der Lehrpersonen angeeignet. “Ich weiß, was die Lehrer bevorzugen, und ich weiß aus Erfahrung, dass es gut ist, immer ein Reserveheft mitzubestellen”, erzählt sie. Denn gerade zu Schulbeginn kann sich noch einiges ändern. Ein Schüler kommt neu in die Klasse, eine Bestellung wird angepasst oder es wird doch mehr Material benötigt als ursprünglich gedacht. Von ihrer Erfahrung profitieren auch Junglehrer. Immer wieder bringen ältere Lehrpersonen neue Kolleginnen und Kollegen mit ins Geschäft und zeigen ihnen, was für den Schulstart benötigt wird. Den Bestellservice bei “dar Zäodl” nutzen vor allem Volksschulklassen, vereinzelt auch die ersten Klassen der Mittelschulen.

Entlastung für Familien
Die Lehrer schätzen neben der Beratung vor allem die unkomplizierte Abwicklung und die Bestellung auf Lieferschein. Nicht benötigte Materialien können bis Ende September zurückgegeben werden, die Rechnung folgt erst Anfang Oktober. “Der Schulstart ist teuer. Wenn wenigstens die Hefte erst im Oktober abgerechnet werden, hilft das vielen”, sagt Birgit Hagen.
Dass Familien ihre Schulsachen auch im Internet ordern, weiß sie. Trotzdem beobachtet sie, dass die persönliche Beratung weiterhin gefragt ist. Für ihr Geschäft sind die Wochen rund um den Schulbeginn besonders wichtig. “Man merkt, dieses Jahr ist der Schulanfang so spät wie noch nie. Manche haben kein Geld mehr.” Trotz der steigenden Kosten wollen Eltern ihren Kindern einen guten Start ins neue Schuljahr ermöglichen. Hagen möchte dazu beitragen, dass dieser Start zumindest organisatorisch ein wenig entspannter ausfällt. BVS