Nach Hightech-Deal: Photeon investiert Millionen in Entwicklung und Erweiterung

Nach Deal mit global führendem Halbleiterhersteller startet Tech-Unternehmen durch: große Investitionen in Entwicklung und Mitarbeitende – dafür wird auch räumlich kräftig erweitert.
Dornbirn Ende Juli machte der Vorarlberger Tech-Unternehmer Thomas Lorünser einen in der Branche weltweit viel beachteten Verkauf des Unternehmens Photeon Technologies bekannt, die VN berichteten. GlobalFoundries, weltweit einer der führenden Hersteller essenzieller Halbleiter, die die Künstliche Intelligenz (KI) in großem Umfang ermöglichen, hat die Firma übernommen und wird seinen Standort weiterhin in Vorarlberg haben. Die Chiplösung, die in Vorarlberg entwickelt wurde, wird den Energiebedarf moderner Hochleistungsrechenzentren, die enorm Strom verbrauchen, deutlich reduzieren. Mit der IVR-Technologie hat das Vorarlberger Unternehmen einen globalen Game-Changer im Energiemanagement für große Daten- und Rechenzentren entwickelt. Diese intelligente Chiplösung zählt, so international anerkannte Fachleute, weltweit zu den vielversprechenden Technologien für die nächste Generation energieeffizienter Hochleistungsrechner und Rechenzentren.
Unter dem Namen “Photeon Solutions” werden auch die Aktivitäten des Vorarlberger Unternehmens als Entwickler solcher Innovationen im Land weitergeführt, informierte der Firmenchef. Weitere hochqualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure werden angestellt, auch die Entwicklungs- und Laborflächen in Vorarlberg werden ausgebaut. Neben innovativen Lösungen im Bereich Power-Management konzentriere sich Photeon Solutions intensiv auf die Weiterentwicklung innovativer Halbleiterlösungen, z. B. für die Automobilindustrie, die Medizintechnik sowie Sensorikanwendungen.

Jetzt werden die räumlichen Voraussetzungen dafür geschaffen – Photeon Solutions erweitert seinen Hauptsitz am Campus V in Dornbirn auf über 1200 Quadratmeter und plant in den kommenden drei Jahren Investitionen von mehreren Millionen Euro in Zukunftstechnologien und in hochqualifizerte Mitarbeitende. Damit bindet sich das Unternehmen langfristig an den Standort Vorarlberg. Photeon ist weltweit einer der führenden Entwickler maßgeschneiderter Mikrochips. Das Unternehmen begleitet den gesamten Entwicklungsprozess – von der ersten Idee bis zur Serienreife. “Wir entwickeln in Dornbirn Technologien für Kunden auf der ganzen Welt. Dafür brauchen wir ein Umfeld, das Innovation ermöglicht und langfristige Perspektiven bietet. Beides finden wir am Campus V”, erklärt Lorünser, der im Gespräch mit den VN erklärte, dass mit dem großzügigen Ausbau der Platzkapazitäten der Schwerpunkt weiterhin auf der Entwicklung liege.
Technologie-Hotspot
Mit der Erweiterung von Photeon gewinne der Campus V als Technologie-Hotspot weiter an Bedeutung, freut sich darüber Bernhard Ölz, CEO der Prisma Unternehmensgruppe. Bereits heute vereine der Campus V, an dem neben der Prisma Gruppe auch das Land Vorarlberg und die Stadt Dornbirn im Rahmen eines PPP-Modells beteiligt sind, über 70 innovative Unternehmen und Institutionen mit rund 670 Mitarbeitenden sowie etwa 1600 Studierenden. Die unmittelbare Nähe zur Fachhochschule Vorarlberg verbinde Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft an einem Ort. “Mit der langfristigen Standortentscheidung und den geplanten Investitionen von Photeon setze sich die positive Entwicklung des Quartiers zu einem überregional bedeutenden Zentrum für Technologie, Forschung und Innovation fort”, so Ölz.
Mehr Platz für mehr Mitarbeiter
Derzeit arbeitet das internationale Photeon-Team mit mehr als 50 Physikern, Mathematikern und Elektrotechnikern für zahlreiche Weltkonzerne an der Entwicklung sogenannter ASIC-Schaltkreise (Application-Specific Integrated Circuits).