Stromnetztarife sinken in Vorarlberg um 8,5 Prozent

Energieminister Hattmannsdorfer verspricht Vorarlberger Haushalten bis zu 63 Euro im Jahr.
Wien, Bregenz Der Strompreis setzt sich in Vorarlberg wie in Österreich insgesamt aus drei Hauptkomponenten zusammen: dem Energiepreis, den Netzentgelten und den staatlichen Steuern und Abgaben. Während illwerke vkw den Energiepreis selbst festsetzen, ist es bei den Netzentgelten die E-Control, welche die Tarife festlegt. In den vergangenen Jahren gab es starke Netzkostensteigerungen, nun hat die E-Control aufgrund der laut Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer “größten Strommarktreform seit 20 Jahren” die neuen Netzentgelte, die von Bundesland zu Bundesland verschieden sind, für das Jahr 2027 festgelegt.

Erfreulich für Vorarlberg: Laut den aktuellen Berechnungen der Regulierungsbehörde E-Control sollen die Stromnetzentgelte in Vorarlberg um 8,5 Prozent sinken, das sei eine jährliche Entlastung um bis zu 63 Euro für Haushalte in Vorarlberg, erklärt Staatssekretärin Elisabeth Zehetner. Im Netzgebiet Kleinwalsertal sinkt das Entgelt ebenfalls, allerdings nicht ganz so stark: nämlich um 5,4 Prozent – die Ersparnis beträgt für die Kleinwalsertaler rund 47 Euro im Jahr. Die Berechnungen der E-Control gehen von einem Jahresstromverbrauch von 3500 Kilowattstunden (kWh) aus.
Am stärksten sinken die Netzgebühren in Niederösterreich (minus zwölf Prozent), Vorarlberg ist mit minus 8,6 Prozent quasi auf Platz zwei. Ganz anders in Kärnten, dort steigen sie um 9,6 Prozent und auch die Oberösterreicher müssen um zwei Prozent 2027 mehr bezahlen, in Tirol steigt der Netztarif um ein Prozent. VN-SCA