Nach Zitterpartie: Bundesregierung gibt grünes Licht für Saisoniers

Markt / 01.11.2026 • 12:47 Uhr
Nach Zitterpartie: Bundesregierung gibt grünes Licht für Saisoniers
Saisonarbeitskräfte aus Drittstaaten sind wichtige und unverzichtbare Arbeitnehmer in der Vorarlberger Tourismuswirtschaft. Jetzt wurde das Kontingent für zwei Jahre festgelegt. Symbolbild/AFP

Bis zum letzten Moment ließ sich die Bundesregierung heuer Zeit für die Freigabe des Saisonierkontingents. Vorarlberg bekommt 560 Plätze und einen Überziehungsrahmen von 50 Prozent. 

Wien, Bregenz Jahr für Jahr lässt die Bundesregierung die Tourismuswirtschaft und tausende potenzielle Arbeitnehmer zittern. Heuer besonders lang. Es geht immer um dieselbe Frage: Wie viele Saisonarbeitskräfte aus Drittstaaten sollen ihren Teil dazu beitragen, dass sich die Gäste in den österreichischen bzw. Vorarlberger Hotels und Restaurants wohlfühlen? Und für die oft seit vielen Saisonen im Vorarlberger Tourismus tätigen Menschen geht es auch darum, ob sie denn auch ihre Arbeit überhaupt antreten können.

Erst diesen Freitag, also “fünf vor zwölf”, hat die Bundesregierung das Kontingent bekannt gegeben. Diesmal – und das ist der positive Lichtblick – für gleich zwei Jahre. Mit der Einigung auf 6250 Saisonarbeitskräfte für ganz Österreich und der Festlegung der Kontingente für zwei Jahre schaffe man diese Verlässlichkeit, betont Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.

Wirtschaftslandesrat Marco Tittler begrüßt diese Regelung, für die sich Vorarlberg mit Nachdruck eingesetzt habe. “Mit dieser Regelung erhalten unsere Tourismusbetriebe die Flexibilität und Planungssicherheit, die sie für eine erfolgreiche Saisongestaltung brauchen”, erklären er und LH Markus Wallner. Mit der neuen Regelung entfallen auf Vorarlberg rund 560 Plätze. Zusätzlich ist ein Überziehungsrahmen von 50 Prozent vorgesehen. Und neben der Festlegung auf zwei Jahre gibt es eine zweite positive Neuerung, es entfallen die fixen Länderkontingente – bleiben in einem Bundesland Plätze frei, können diese künftig unmittelbar von anderen Bundesländern genutzt werden.