Benedikt XVI. und seine Beziehung zu Vorarlberg

Der frühere Papst, Kardinal und Erzbischof kannte Vorarlberg und hinterließ auch eigene Zeugnisse.
Feldkirch Gute Erinnerungen hat Diözesanbischof Benno Elbs an den verstorbenen Papst Benedikt XVI.: “Ich erlebte ihn bei meinem Besuch als menschlich sehr feinfühlig und nett.”

Bischof Benno traf den Papst am 7. Mai 2019 in den vatikanischen Gärten, wo er seit seinem Rücktritt 2013 bis zu seinem Tod zurückgezogen lebte. Das Treffen dauerte eine halbe Stunde, hinterließ aber tiefen Eindruck bei Benno Elbs. “Für mich ist und bleibt Benedikt vor allem ein großer Theologe”, sagt er.

Aus seinen Büchern schöpfte Bischof Benno auch persönlich viel Hoffnung. Konkret nennt er die sogenannte Eschatologie, das theologische Wort für die Lehre von den letzten Dingen, also Leben, Tod und Auferstehung. Dieses Buch habe ihm viel geholfen, im Glauben an die Auferstehung und das Leben nach dem Tod. Von Papst Benedikt XVI. bleibe seine theologische, intellektuelle und wissenschaftliche Größe.

Der Diözesanbischof berichtet auch von einem “unheimlich guten” Gedächtnis, mit dem Benedikt bis zuletzt gesegnet war. “Als Münchner Erzbischof nahm Papst Benedikt an einer Dekanekonferenz teil, in deren Rahmen es einen Ausflug in den Nenzinger Himmel gab”, erzählt Benno Elbs. Dort trug sich Josef Ratzinger, wie Benedikt mit bürgerlichem Namen hieß, in das Gästebuch eines Gasthauses ein. Bei der Begegnung mit Bischof Benno kam auch der Ausflug zur Sprache. Die Freude darüber war beim Gast aus Vorarlberg groß.

Vergleiche zwischen Päpsten will der Diözesanbischof nicht anstellen, aber so viel sagt er: “Johannes Paul II. hat maßgeblich zum Fallen des Eisernen Vorhangs beigetragen. Dann kam Benedikt, der mehr Theologe und weniger Kommunikator war. Der jetzige Papst, Franziskus, hat zwei große und aktuelle Themen auf der Agenda, nämlich Umwelt und Armut.” Das Fazit von Bischof Benno Elbs: “Es kam immer der richtige Papst zur richtigen Zeit.”
