Good News: Darum wird 2023 ein gutes Jahr

Prominente Vorarlberger blicken optimistisch in das neue Jahr.
Schwarzach Landeshauptmann Markus Wallner, Umweltaktivistin Hildegard Breiner, Designerin Sigrun Mager-Brändle oder Wirtschaftskammerpräsident Wilfried Hopfner haben den VN verraten, warum sie mit Mut und Optimismus ins neue Jahr starten.

Nach dem 2022 prägenden Schock des Putin-Krieges, dem dritten Corona-Jahr, soll 2023 ein gutes Jahr werden? Ja! Indem wir unser logisches Gefühl umsetzen. Denn auch entgegen aller Ohnmacht hat jede(r) Einzelne so viel selbst in der Hand. Das müssen wir auch unseren Jungen vorleben. „Wenn man vor dem Abgrund steht, ist der Rückschritt ein Fortschritt“, sagt ein alter Sinnspruch. Die Natur weist uns den Weg: Nie zu viel, auch nicht zu wenig. Kein grenzenloses Wachstum. Also Genügsamkeit üben. Ohne den Blick aufs Ganze zu verlieren, hier und heute etwas tun oder lassen und sich dafür befreit fühlen. „Ich setze meinen Fuß in die Luft und sie trägt“ (nach Hilde Domin).
Hildegard Breiner, Umweltaktivistin und Russ-Preisträgerin

Gesundheit ist für mich und meine Familie das wichtigste Gut geworden. Meine Herzmuskelentzündung nach einer Coronaerkrankung hat vieles ins richtige Licht gerückt. Daneben hoffe ich, dass die Welt bald wieder in Frieden leben kann. Mein persönlicher Wunsch für das neue Jahr ist, dass ich mir einen Stammplatz im Kader der Minnesota Wild in der NHL erkämpfen kann.
Marco Rossi, Eishockeyprofi

Das Gute am Menschen ist, dass wir auch in weniger guten Zeiten das positive Denken nicht verlernt haben. So hat Valentino in nicht so rosigen Zeiten eine pinke Kollektion geschaffen und damit ein Lächeln in die Gesichter vieler gezaubert. Es geht aufwärts, kann man sagen. Kleine Dinge können große Veränderungen bringen, und wenn es nur ein bisschen Farbe ist.
Sigrun Mager-Brändle, Designerin

Es wird gut, weil vieles schlecht gelaufen ist und wir aus der Geschichte lernen. Warum, weil wir uns verändern möchten und keine Gewohnheitstiere sind. Warum, weil wir uns im Schlaf nicht wirklich umarmen können. Lasst uns nicht von einem guten Jahr 2023 träumen, sondern es bewusst miteinander leben. Jetzt schon fängt es an. Keine Vorsätze, sondern Mut. Es wir gut, weil es gar nicht anders geht.
Andreas Jähnert, Schauspieler und Regisseur

Bei unseren Typisierungsaktionen sehen wir in ganz Österreich, wie Menschen wieder mehr zusammenrücken, einander helfen und Hoffnung schenken. Sie nehmen Anteil am Schicksal ihrer Mitmenschen und zeigen Empathie. Darum wird 2023 nicht nur ein gutes, sondern ein großartiges Jahr, weil wir mit fantastischen Menschen in Kontakt kommen und mit ihnen gemeinsam vielen betroffenen Familien helfen können.
Susanne Marosch, Obfrau “Geben für Leben” und Russ-Preisträgerin

Immer wieder entdecke ich, dass neben der Jammererei und all den negativen Schlagzeilen bei uns im Land viel Positives geschieht; wie Menschen da sind für die, die ihre Hilfe brauchen; Menschen, die spenden, die anpacken, die anderen guttun. Und das tun sie sicher auch im Jahr 2023! Und ich vertraue darauf, dass wir auch 2023 von Gott gesegnet sind, dass er mit uns geht durch unser Leben, dass er uns viele schöne Stunden schenkt, uns aber auch begleitet in den herausfordernden Momenten.
Hubert Lenz, Generalvikar

2023 wird darum ein gutes Jahr, weil erstens hoffentlich der Krieg in der Ukraine endet, weil zweitens angespannte Zeiten zum Glück auch zeigen, dass es die zwischenmenschlichen Beziehungen sind, die unser Leben ausmachen, weil drittens viele zusätzliche Menschen das Spital als attraktiven Arbeitsplatz erkennen und weil viertens das neue Virus DUZ (Dankbarkeit und Zufriedenheit) heißen wird.
Gerald Fleisch, Direktor KHBG

Ich bin grundsätzlich ein optimistischer Mensch. Ich denke und hoffe, dass 2023 für uns alle ein gutes und gesundes Jahr wird. Insbesondere hoffe ich auf ein endgültiges Ende der Pandemie und auf die Vernunft von Politik und Bevölkerung, damit der Klimaschutz weiter forciert wird, auch wenn’s weh tut. Ich bin dankbar, dass ich trotz Krise fünf Filmproduktionen machen durfte die im neuen Jahr Premiere feiern werden. Besonders freue ich mich auf den Release meines erstes R&B- und Pop Albums im Frühjahr. Ich werde voll motiviert ins neue Jahr starten und freue mich auf alles, was 2023 bringt.
Laura Bilgeri, Schauspielerin und Musikerin

2023 wird ein gutes Jahr, weil es uns einerseits in den nächsten Monaten gelingen wird, das AK-Modell zur Anstellung pflegender Angehöriger einzuführen und andererseits werden wir das Serviceangebot der AK Vorarlberg vor allem im Bildungsbereich weiter ausbauen. Das Ziel muss sein, unseren Mitgliedern größtmöglichen Nutzen zu stiften, daran arbeiten wir jeden Tag mit vollem Elan. Für 2023 allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein herzliches „Glück auf“!
Bernhard Heinzle, AK-Präsident

Wir starten mit neuem Elan ins 2023. Sicher scheint, dass der dynamische Transformationsprozess in Wirtschaft und Gesellschaft auch dieses bestimmen wird. Es liegt an uns, wie wir diesen gestalten, welche Akzente wir setzen, welche Projekte wir starten und vor allem welche wir erfolgreich zu Ende bringen. Prioritäten setzen, konsequent an deren Umsetzung arbeiten, die Menschen in den Mittelpunkt unserer Arbeit stellen und die ökonomische und ökologische Entwicklung unseres Lebens- und Wirtschaftsraumes gestalten sind die spannenden Aufgaben, denen wir uns stellen dürfen und müssen.
Wilfried Hopfner, Wirtschaftskammerpräsident

Etwas zynisch könnte man sagen: 2023 wird ein gutes Jahr, weil es nach dem Katastrophenjahr 2022 nur besser werden kann. Und weil trotz der falschen Prognosen beim letzten Jahreswechsel die Hoffnung zuletzt stirbt. Optimistisch stimmt der sichtbar werdende Erfolg vieler Gegenmaßnahmen, so bei der Pandemiebekämpfung und in der Energiebeschaffung. Dieser Aufwärtstrend sollte im kommenden Jahr weitergehen und auch die Überwindung des Krieges in der Ukraine erfassen.
Reinhard Haller, Gerichtspsychiater und Russ-Preisträger

Ich bestelle im Universum, dass endlich ein friedvolles und liebevolles Jahr 2023 folgt. Ich wünsche mir Harmonie und Einigkeit, viele Konzerte und Auftritte für meine Schülerinnen und Schülern und vor allem unbezahlbar: Gesundheit! Der Zusammenhalt der Menschen, der überall spürbar ist, macht mir Mut, dass 2023 ein gutes Jahr wird. Mit Zuversicht und Zufriedenheit starte ich ins 2023!
Alex Sutter, Musikerin

Jedes neue Jahr birgt die Chance auf einen Neuanfang. Gute Vorsätze und große Vorhaben werden zwar nicht immer eingehalten oder umgesetzt, doch zwingt ein Jahresanfang immer zur Reflexion und schenkt frischen Mut. Während der letzten zwölf Monate waren die Herausforderungen neu und teils überfordernd, aber wir haben gelernt, mit ihnen umzugehen. 2023 werden wir sie bewältigen und mit damit auch neue Chancen erhalten – für das soziale, das wirtschaftliche und das nachhaltige Fortkommen unserer Gesellschaft.
Martin Ohneberg, IV-Präsident

Krisen soll man als Chancen sehen – auch wenn es teilweise besonders schwerfällt. Allen Krisen ist gemein: Sie sind ein Bruch mit Gewohntem. Deshalb gilt es sich zu besinnen: Wer sind wir und wo wollen wir hin? Vorarlberg hat jedenfalls viele Stärken: Wir sind ein innovativer Produktionsstandort samt eigenem Energieunternehmen. Unsere Lehr- und Fachkräfteausbildung ist ausgezeichnet. Wir verfügen über ein ausgeprägtes Ehrenamt. Auf die Stärken
Markus Wallner, Landeshauptmann
Vorarlbergs werden wir weiter bauen. Wir werden sie ausbauen und Herausforderungen wie die Teuerung aktiv entgegentreten. So machen wir 2023 zu einem guten Jahr und Vorarlberg zum chancenreichsten Lebensraum.

Schließt man sich Nikolai Kondratjews Auffassung an, wonach wir es mit Konjunkturwellen zu tun haben, also einem Auf und Ab, bei dem nach durchschnittlich 52 Jahren die Talsohle durchschritten wird, können wir davon ausgehen, dass wir die Talsohle erreicht haben. Voraussetzung für ein gründliches Lernen aus der Krise sei ein weiterer Krisenschub, schreibt Stephan Schulmeister. Krisenschübe haben wir in diesen drei Jahren einige erlebt. Es besteht Grund zur Hoffnung, dass sich die Welle wieder aufwärtsbewegt. Dies zeigt sich u.a. in der (Weiter)entwicklung und Anwendung neuer Technologien wie z.B. Solarstrom oder CO2-Einsparung durch Meetings per Zoom und erhöhter Konzentration auf den Klimaschutz. Der 6. Kondratjew kann beginnen.
Erika Kronabitter, Schriftstellerin

Vor kurzem wurde ich gefragt: „Wo schaust du hin, wenn du das Gute in der Welt suchst?“ Meine spontane Antwort war: in die Gesichter von Menschen – von Menschen, die eine schwere Krankheit überwunden und neu Freude am Leben gefunden haben; in die Gesichter von Menschen, die sich in den Organisationen und Pfarren unseres Landes engagieren und mit offene m Herzen den Satz von Elie Wiesel in die Tat umsetzen: „Der Ort, wo Menschen leiden, muss im selben Moment zum Mittelpunkt des Universums werden.“ Diese Menschen und das Vertrauen, dass Gott uns begleitet, lassen mich mit Zuversicht in das neue Jahr gehen.
Diözesanbischof Benno Elbs

Es fällt schwer, 2023 mit Optimismus zu empfangen. Krisen nicht nur rundherum, sondern auch direkt bei uns, seit Jahren. Ohne Ende in Sicht. Unsere Gesellschaft: Erschöpft, enttäuscht, misstrauisch, reizbar, aggressiv. Aber jede Krise kann zur Chance werden. „Geht auf, geht ab“, heißt es auf den Poolbar-Generator-Plakaten. Und da wir mit Krisen noch länger leben werden müssen, würde ich vorschlagen: Bekämpfen wir die Krisen mit aller Kraft, aber gleichzeitig: Leben wir unser Leben, und lachen wir gemeinsam. Alle.
Herwig Bauer, Poolbar-Leiter