Ein Lustenauer ist bereits ein Aufsteiger

Sport / 09.05.2026 • 17:41 Uhr
Darijo Grujcic, Wisla Krakau
Darijo Grujcic schaffte mit Wisla Krakau den Aufsteig in Polens Ekstraklasse. privat

Darijo Grujcic feiert mit Wisla Krakau vorzeitig den Aufstieg in Polens höchste Liga.

Krakau Riesenerfolg für Darijo Grujcic. Der 26-jährige Lustenauer hat seinem Ex-Klub das vorgemacht, was die Austria Lustenau noch erreichen will: Den Aufstieg mit Wisla Krakau aus der polnischen 2. Liga in die höchste Spielklasse.

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Am Freitagabend war es amtlich. Mit seinem Klub Wisla Krakau gewann Grujcic, der 22 Matches im Laufe der Saison für den polnischen Traditionsverein machte und zum absoluten Stammspieler zählt, 2:0 gegen Chobry Glogow und konnte damit nach langen Jahren in der 2. Liga die Rückkehr in Polens erste Liga feiern.

Darijo Grujcic, Wisla Krakau
Darijo Grujcic, Wisla Krakau

“Der Verein wartet schon lange auf den Aufstieg, umso schöner ist es, dass wir es jetzt geschafft haben”, erklärt Grujcic im Telefonat mit den VN. Die Partynacht fiel lange aus, “uns allen im Klub ist ein großer Stein vom Herzen gefallen mit dem Meistertitel. Deswegen haben wir es richtig krachen lassen”, so der Lustenauer, der nach zwei Jahren in der Bundesliga mit Austria Lustenau nach dem Abstieg nach Holland zu Fortuna Sittard wechselte.

Darijo Grujcic, Wisla Krakau
Gruppenfoto vor den fantastischen Fans von Wisla Krakau.

In Sittard konnte sich Grujcic nicht festbeißen, nach einem Jahr kam der Wechsel nach Polen. “Am Ende der absolute richtige Schritt. Denn Wisla ist ein absoluter Traditionsverein in Polen mit unfassbar genialen Fans. Die Stimmung bei den Heimspielen ist fantastisch. Ich fühle mich richtig wohl hier”, so Grujcic, der auch einen Tag nach dem historischen Abend über Gänsehaut berichtet.

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Über 33.000 Zuschauer waren beim Match im Stadion von Wisla, “es war innerhalb von nur wenigen Stunden ausverkauft. Und das letzte Heimspiel ist sowieso schon seit Wochen ausverkauft”, berichtet Grujcic, der am Montag auf der Coach auch den Meistertitel feiern könnte. Dann nämlich, wenn Verfolger Slask Wroclaw sein Spiel nicht gewinnt.

Darijo Grujcic, Wisla Krakau
Die Aufstiegsmannschaft von Wisla Krakau 2026.

“Meister zu werden, wäre dann natürlich das Sahnehäubchen. Aber wir haben es in den letzten beiden Spielen eh in unserer eigenen Hand”, so der gebürtige Lustenauer, der zugibt, auch mit seinem Ex-Verein mitzufiebern: “Ich hoffe und wünsche mir, dass die Austria den Titel holt. Der Verein, noch dazu mit dem schönen Stadion, gehört einfach in die erste Liga. Ich drücke meinen alten Kumpels wie Pius Grabher und Co. auf jeden Fall die Daumen.”

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Darijo Grujcic schaffte 2024 nach dem Abstieg mit Austria Lustenau dennoch den Sprung nach Holand zu Fortuna Sittard in die höchste Liga. gepa

Trauzeuge von Ex-Mitspieler Surdanovic

Sein Fahrplan im Sommer ist bereits voll ausgelastet. Nach der Meisterschaft gibt es für den Verteidiger, der bei Krakau gleich mit drei weiteren Österreichern Ervin Omic, Julius Ertlthaler und Marko Bozic zusammenspielt, drei Wochen Pause. Am 15. Juni geht die Vorbereitung auf die neue Saison in der höchsten polnischen Liga schon wieder los. “Ich habe nicht einmal Zeit, nach Hause zu kommen, was aber einen schönen Grund hat. Denn Stefano Surdanovic heiratet in Belgrad und ich darf sein Trauzeuge sein”, berichtet Grujcic über eine seiner großen Freundschaften aus der Zeit bei Austria Lustenau.