“Mit großem Abstand das teuerste Bild”

Besondere Arbeit von Manuel Lunardi prägte die jüngste Vernissage im Hohenemser “at&co” mit.
Hohenems Bei der Eröffnung der 22. Ausstellung einer größeren Künstlerschar im “ART.space gallery.T69” stach eine Arbeit von Manuel Lunardi nicht nur wegen ihres Formats von 1,25 mal 4,65 Metern hervor.

Künstlerkollege und Kurator Andreas Ender erklärte den Besuchern, dass Lunardi in 300 Arbeitsstunden 3000 Holzklötzchen gesägt, geschliffen, mit 29 verschiedenen Farben zweifach bemalt und schließlich 2496 davon in einem meditativen, teils acht Stunden dauernden Prozess auf eine Holzplatte geklebt hat.

Das spezielle Bild wurde in fünf Teilen angeliefert, die restlichen Klötzchen können in Lunardis Atelier einzeln erworben oder in einer größeren Stückzahl selbst oder vom Künstler zu einem Werk zusammengefügt werden.

Aus dem Arbeits- und Materialaufwand ergibt sich ein Klötzchenpreis von 15,40 Euro, das Bild kommt also auf 38.483,40 Euro zu stehen. Manche Besucher erinnerte das Ergebnis an eine kosmische Welle, Andreas Ender an ein Auge, daher der Titel “Look at me”.

Es ist mit großem Abstand das teuerste je in der niederschwelligen Galerie angebotene Bild. Durch das Lesen des jüngsten Interviews von Harald Gfader in den VN wurde Ender darauf aufmerksam, dass der Vernissagetermin zufällig auf das vom französischen Fluxuskünstler Robert Fillon vor 63 Jahren ausgerufene und seitdem immer öfter gefeierte Jubiläum “Eine Million Jahre Kunst” fiel.
Die meisten der 17 ausstellenden Künstler waren anwesend. Der Schweizer Tudor Calin konnte seine Skulpturen wegen Problemen mit dem Zoll leider nicht liefern.






