Lisa-Sophia Ratt ist mit 26 an der Spitze des Wandels: “Mir ist wichtig, dass wir das Traditionelle bewahren”

Köpfe von morgen 2026: Lisa-Sophia Ratt (26) aus Dornbirn steht für eine neue Generation im Familienunternehmen – mutig, modern und dennoch tief verwurzelt.
Von Silja Dietrich
Dornbirn, Wolfurt Als Neunjährige schrieb sie in ihr Freundebuch unter Traumberuf: Papas Firma übernehmen. Heute arbeitet Lisa-Sophia Ratt genau daran. Mit gerade einmal drei Jahren im Unternehmen leitet sie bereits ihr eigenes Team bei Rattpack – und bringt frischen Wind in ein Familienunternehmen.

Verbundenheit, die prägt
Wer Lisa-Sophia Ratt erlebt, merkt schnell: Sie übernimmt Verantwortung. “Ich bin die vierte Generation. Mir ist wichtig, dass wir das Traditionelle bewahren”, sagt die Dornbirnerin. Gleichzeitig sieht sie die Firma heute anders: “Als Kind wirkt alles easy – man geht zum Papa, redet ein bisschen. Heute weiß ich, wie viel Verantwortung und Druck dahintersteckt.”
Für die 26-Jährige ist Rattpack längst mehr als ein Arbeitsplatz. “Die Firma ist wie eine Familie für mich. Manche Mitarbeiter haben früher auf mich aufgepasst – heute arbeite ich mit ihnen zusammen.” Diese Verbundenheit prägt ihren Einsatz. “Mir ist wichtig, dass alles läuft, dass wir wachsen und trotzdem traditionell bleiben.”

“Lass dir nichts einreden”
Jungen Frauen rät sie, sich nicht verunsichern zu lassen. “Wenn man etwas will, soll man sich von keinem einreden lassen, dass man es nicht schaffen kann.” Besonders stolz ist sie darauf, sich ihre Führungsrolle selbst aufgebaut zu haben. “Ich hatte sicher einen guten Start, aber ich habe mir meinen Platz selbst verdient.”

Und sie hat noch viel vor. “Ich möchte mich immer weiterentwickeln und Rattpack aktiv mitgestalten.” Mitgestalten will sie auch außerhalb des Unternehmens: Ratt engagiert sich im Vorstand der Jungen Industrie Vorarlberg und setzt Impulse für die Zukunft der regionalen Industrie.