„Es ist spannend zu sehen, was hinter ChatGPT steckt“ – Jason Witzemann forscht an KI

Köpfe von morgen 2026: Mathe-Fan und KI-Forscher – Der Weg des Dornbirners Jason Witzemann (25) vom Masterabsolventen zum gefragten Forscher und Dozenten.
Von Jasmina Erdic
Dornbirn “Es ist für mich einfach spannend zu sehen, was für mathematische Hintergründe hinter ChatGPT und Co. stecken”, sagt der 25-jährige Jason Witzemann über sein Interesse an Künstlicher Intelligenz (KI). Schon früh faszinierte ihn die Logik der Mathematik.

Ein ursprünglich geplantes BWL-Studium brach er bereits nach zwei Wochen ab – heute blickt er ohne Bedauern darauf zurück. Stattdessen fand er an der Fachhochschule Vorarlberg seine Berufung: Er schloss sowohl den Bachelor als auch den Master in Informatik mit der Bestnote 1,0 ab. “Da sind auch alle ‚Nerds‘ wie ich. Und das gefällt mir viel besser”, erklärt er seine Wahl. Während des Studiums erhielt er mehrere Stipendien, darunter das der Alpla-Gründerfamilie Lehner, für deren Unternehmen er zeitweise auch tätig war.
Heute arbeitet Witzemann in Vollzeit bei der Digital Factory Vorarlberg. Aktuell wirkt er an einem europäischen Förderprojekt mit, das Unternehmen neue Technologien näherbringt. Parallel dazu lehrt er als externer Dozent an der FH Vorarlberg: “Ich wollte den Leuten immer schon gerne helfen, neue Sachen kennenzulernen und sie zu lehren.”

Trotz seiner Leidenschaft für das Feld betrachtet der Dornbirner den aktuellen Hype kritisch. “KI ist ein sehr großes Feld”, warnt er vor einem verengten Blick rein auf Chatbots wie ChatGPT. Seine größte Sorge: dass Menschen die Ergebnisse der KI nicht mehr hinterfragen. Für ihn liegt der wahre Wert in spezialisierten Modellen, etwa für die Medizin.

zur Person
JASON WITZEMANN
GEBOREN 25. Dezember 2000
WOHNORT Dornbirn
FAMILIENSTAND ledig
BERUF Forscher bei der Digital Factory Vorarlberg und externer Dozent bei der FH Dornbirn
AUSBILDUNG Bachelor und Master in Informatik bei der FH Dornbirn
HOBBYS Videospiele und Kampfkunst