Sein größtes Ziel: Das Ehrenamt im Rettungsdienst bewahren

Menschen / 13.03.2026 • 05:00 Uhr
Sein größtes Ziel: Das Ehrenamt im Rettungsdienst bewahren
„Dienst an der Gesellschaft“ ist für Maximilian Partsch keine Floskel, sondern gelebte Überzeugung.VN/Stiplovsek

Köpfe von morgen 2026: Maximilian Partsch (33) aus Feldkirch ist Kommandant der Rotkreuz-Abteilung Feldkirch und Chef des Stabes im Landesrettungskommando. Warum ihm der Dienst an der Gesellschaft wichtig ist und weshalb er um die Zukunft des Ehrenamts kämpft.

Feldkirch Wenn Maximilian Partsch über das Rote Kreuz spricht, klingt das nicht nach Hobby, sondern nach Haltung. Der Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger und Sachbearbeiter Sanität beim Militärkommando Vorarlberg trägt im Ehrenamt eine Schlüsselrolle: Er ist Kommandant der Rotkreuz-Abteilung Feldkirch und Chef des Stabes im Landesrettungskommando.

Sein größtes Ziel: Das Ehrenamt im Rettungsdienst bewahren
Nachwuchs fördern, Strukturen stärken, Ehrenamt sichern: Dafür setzt sich Maximilian Partsch ein.Stiplovsek Dietmar pauschal

Zum Roten Kreuz kam der Feldkircher über das Bundesheer: 2011 absolvierte er dort die Rettungssanitäter-Ausbildung, das Praktikum führte ihn nach Feldkirch. „Es hat mir so super gefallen, dass ich mir gedacht habe: Das möchte ich weitermachen.“ Seit 2012 ist er offiziell ehrenamtlich dabei. “Mir ist der Dienst an der Gesellschaft wichtig ist und ich will meinen Mitmenschen helfen, wenn es darauf ankommt.“

Sein größtes Ziel: Das Ehrenamt im Rettungsdienst bewahren
Der Feldkircher setzt sich dafür ein, dass das Ehrenamt im Rettungsdienst Zukunft hat.Stiplovsek Dietmar pauschal

Heute koordiniert Partsch eine Abteilung mit rund 220 Menschen inklusive Hauptamt und Zivildienst, davon etwa 115 aktive Ehrenamtliche. Seine Aufgabe: planen, führen, entwickeln – und zugleich nah an der Praxis bleiben. Besonders wichtig ist dem 33-Jährigen Nachwuchs und Teamkultur.

Hauptberuflich ist er im Sanitätsdienst des Bundesheeres, wo er auch die Unteroffizierslaufbahn abgeschlossen hat. Sein Engagement reicht dabei über Vorarlberg hinaus: 2022 war er sechs Monate im UN-Auslandseinsatz im Libanon und für die medizinische Versorgung österreichischer Soldaten verantwortlich. Eine Erfahrung, die er in Zukunft wiederholen möchte.

Sein größtes Ziel: Das Ehrenamt im Rettungsdienst bewahren
Nachwuchs fördern, Strukturen stärken, Ehrenamt sichern – dafür setzt sich der 33-Jährige ein.Stiplovsek Dietmar pauschal

Auch strategisch denkt er weiter – etwa beim Ausbau von First-Responder-Gruppen in Gemeinden, wo jede Minute zählt. Und sein Blick geht über Feldkirch hinaus: „Das größte Ziel für mich ist, dass das Ehrenamt im Rettungsdienst erhalten bleibt“, betont Partsch. Es sei „ein großer Verlust für die Gesellschaft“, wenn diese Schlagkraft und Wertevermittlung verloren gingen.