Die Macht des Niedlichen

Sigrid Juen
Lukas Thaler zeigt in der Galerie Brugger neue Arbeiten.
Klaus Mit der Ausstellung „Cute Aggressions“ zeigt die Galerie Brugger in Klaus neue Arbeiten des in Wien lebenden Künstlers Lukas Thaler. Im Mittelpunkt der Vernissage stand die Frage, warum das „Niedliche“ heute die Bildwelt und Konsumkultur so stark prägt und welche Macht hinter dieser vermeintlich harmlosen Ästhetik steckt. Begleitend zur Ausstellung wurde im Studio der Galerie außerdem die neue Publikation „Blush on a Wrinkled Cheek“ präsentiert, die einen vertieften Einblick in Thalers künstlerische Praxis gibt.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist das Phänomen der „Cuteness“, das von sozialen Medien bis hin zu Mode und Wohnaccessoires allgegenwärtig ist. Lukas Thaler greift diese Entwicklung auf und hinterfragt sie mit skulpturalen Arbeiten, die an Baumstämme oder Hocker erinnern. Auch die Wandarbeiten spielen mit Nähe und Distanz. Die aus Harz, Marmorsand und Gips gefertigten Oberflächen tragen sichtbare Fingerspuren des Künstlers.

Malerei und Skulptur verschmelzen dabei zu einer offenen Form, die auch die Vernissagegäste darunter Kulturmanagerin Sarah Kirsch, Marie-Christine Metzler, Uta Belina Waeger, Hubert Dobler, Maria Jansa, Roland Adlassnigg, sowie Margot und Peter Prax aktiv in das Ausstellungsgeschehen einbezog.




