Charmant auf Erfolg getrimmt

Mobilität / 27.10.2019 • 08:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Plus an Länge und Breite vermittelt eine gewisse sportliche Dynamik. WERK

Breiter und länger: Der neue Renault Captur hat den gewissen SUV-Schick.

Renault Zäumen wir einmal das Pferd von hinten auf. Es gibt nur wenige SUV, die auch heckseits markant, charmant und unverwechselbar daherkommen. Das liegt nun einmal in ihrer Ladeklappen-Natur. Eine löbliche Ausnahme macht die Neuauflage des Renault Captur. Zwei schicke Rückleuchten in Gestalt eines schmissigen C geben dem Heck zusammen mit anderen netten Designdetails eine Optik, die man auch unter tags wohlgefällig wahrnimmt. Und sich merkt.

Hat eben einen speziellen Charme der Franzose, einen der sich nicht so schnell irgendwo verliert. Ein wenig breiter ist er jetzt und um ein gutes Stück länger. Kommt mit seinen 4,23 Metern ganz knapp an den VW T-Roc heran. Hat also richtig Format, bietet außen und innen mehr als der durchaus erfolgreiche Vorgänger mit dem Renault im Segment der Kompakt-SUV eine Pionierrolle eingenommen hat. Daheim in Frankreich und in ganz Europa zählt der Captur zu den SUV-Bestsellern.

Mehr Raum

Diese Rolle soll der Neuling nicht nur verteidigen gegenüber der mittlerweile vielfältigen Konkurrenz aus Deutschland, Japan und Korea, sondern sogar ausbauen.

Ins Rennen geht der Captur II mit einem um fast 100 Liter größeren Kofferraum, komfortableren Sitzmöbeln als bisher und einem ansprechenden, übersichtlichen Cockpit. Es lässt sich gut leben in dem französischen Komfort-SUV. Auch der kleinen Familie bietet die Neuschöpfung genügend Raum und praktische Details.

Rundum unterstützen schützende Kunststoff-Elemente den SUV-Charakter. Andererseits vermittelt das Plus an Länge und Breite eine gewisse sportliche Dynamik, die dem Captur bisher gefehlt hat. Breite Luftleitbleche verbessern die Aerodynamik und verringern den Verbrauch. Farb-Individualisten offeriert der Franzose mit dem auch durch C-LED-Leuchten dominierten Markengesicht die Qual der Wahl: Elf Karosseriefarben können mit einer von vier kontrastierenden Dachfarben ergänzt werden. Kommt eben aus dem Land der Mode, der Lifestyle-Renault.

Der Renault Captur hat das Cockpit im Wesentlichen vom neuen Clio.
Der Renault Captur hat das Cockpit im Wesentlichen vom neuen Clio.

Das Cockpit hat er im Wesentlichen vom neuen Clio, auf dessen Plattform er sich auch bewegt. Im Zentrum steht, hochformatig, ein Multimedia-Bildschirm. Seine leichte Wölbung dient der besseren Lesbarkeit. Hier sind, via Renault Easy Link, alle Multimedia-, Navigations- und Infotainment-Dienste bedienungsfreundlich vereint. Vernünftigerweise funktioniert die Klimatisierung weiterhin über Dreh-Druck-Regler. Es herrscht eben ein Sinn fürs Praktische. Die Rückbank ist um 16 Zentimeter verschiebbar. Der abnehmbare Kofferraumboden hat zwei Einstellungen. Sind die Rücksitze umgeklappt, ergibt sich eine ebene Ladefläche mit einer Ladelänge von 1,57 Metern.

Plug-in folgt

Unter der Haube bietet der Captur jetzt einen Leistungsbereich von 100 bis 155 PS bei den Benzinern und 95 bis 115 PS bei den Dieselaggregaten. 2020 folgt eine Plug-in-Hybrid-Version. Sie kombiniert die Leistung eines 1,6 Liter-Benzinmotors mit der eines Elektroaggregats. Bis zu 45 Kilometer sollen rein elektrisch fahrbar sein. Zur Wahl stehen Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine Siebengang-Doppelkupplungsautomatik. Einziges Manko: Einen-Allrad-Captur gibt es nicht. Franz Muhr

Fakten und Daten

Motoren drei Benziner (101 bis 154 PS) und ein Diesel (115 PS), Plug-in-Hybrid folgt 2020

Preise ab 18.340 Euro

Markteinführung Jänner 2020