Mit Strom dem Diesel den Garaus gemacht

Mobilität / 23.07.2022 • 15:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Großer Kühlergrill und ein bulliger Auftritt: Der Suzuki S-Cross macht ordentlich was her.<span class="copyright">VN/Steurer</span>
Großer Kühlergrill und ein bulliger Auftritt: Der Suzuki S-Cross macht ordentlich was her.VN/Steurer

Suzuki setzt beim neuen S-Cross ganz auf Hybrid. Den Diesel vermisst hier niemand mehr.

Schwarzach Suzuki hat bei der Neuauflage des SX4 S-Cross ordentlich aufgeräumt und den Namen gekürzt sowie das Motorenprogramm vereinfacht. Nach acht Jahren Bauzeit kommt das Kompaktmodell jetzt ohne die Buchstaben-Zahlenkombination aus und fährt nur mehr als S-Cross ausschließlich elektrifiziert vor. Der Hybrid-Benziner hat dem Diesel den Garaus gemacht. Der Verlust ist alles andere als schmerzhaft.

Leuchtenband am Heck. Für seine Größe bietet der S-Cross richtig viel Platz.
Leuchtenband am Heck. Für seine Größe bietet der S-Cross richtig viel Platz.

Optisch hat der japanische Kleinwagen- und Allradspezialist tief in die Trickkiste gegriffen und mit einem mächtigen Kühlergrill und einem durchgehenden Leuchtenband am Heck ein deutlich bulligeres SUV auf die Straße gestellt. Die eckigen Radkästen unterstreichen den robusten Auftritt. Optisch wirkt der S-Cross nicht nur gefällig, sondern auch deutlich größer als es die Abmessungen (4,3 Meter Länge) erwarten lassen.

Erfrischend konventionell

Beim Innenraum setzt Suzuki auf Tradition. Das Cockpit wirkt erfrischend konventionell. Mit anderen Worten: Man findet alles dort, wo es vermutet wird. Das mögen manche als ein wenig verstaubt bezeichnen. Aber warum das Rad neu erfinden, wenn es gute Lösungen gibt. Bei Bedienung und Infotainment ist der Hersteller am Stand der Technik, aber auch keinen Schritt voraus. Auch bei bei den Materialien werden die Standards erfüllt. Hartplastik gehört im preissensiblen Segment an einigen Stellen einfach dazu. Das geht schon in Ordnung.

Alles dort, wo man es vermutet: erfrischend konventionelle Bedienung.
Alles dort, wo man es vermutet: erfrischend konventionelle Bedienung.

Wer Erfahrung in der Herstellung kleiner Autos hat, der weiß wie man den Platz gut nützen kann. Suzuki ist ein Meister darin und bietet mit dem S-Cross auch im Innenraum ein sehr geräumiges Fahrzeug an. Die Platzverhältnisse sind gut, der Kofferraum mit 430 Liter Ladevolumen erweiterbar auf 1230 Liter mehr als nur ordentlich. Hier gibt es jedenfalls mehr Auto als erwartet.

Bei den Antrieben hat sich Suzuki auf einen 1,4 Liter Turbo-Benziner mit 129 PS Leistung festgelegt. Ihn gibt es in Kombination mit 48-Volt-Mildhybridtechnik. Ein integrierter Startergenerator unterstützt das Benzinaggregat beim Beschleunigen. Rein elektrisches Fahren ist nicht möglich. Wir haben für den Test den Sechsgang-Schalter mit Allradantrieb ausgefasst. Die Fahreindrücke sind sehr ordentlich. Rennmaschine ist der S-Cross mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 in 10,2 Sekunden freilich keine. Ordentlich Vortrieb bei bester Traktion bietet er aber allemal. Mit einem Verbrauch von 5,8 Liter (6,4 Liter im Test) fährt das Hybrid-Kompakt-SUV bei der Effizienz auf Diesel-Niveau.

Was das Fahrwerk betrifft, ist der S-Cross tendenziell auf die eher gemütliche Gangart ausgerichtet. Und das ist auch gut so, weil es am Ende ein stimmiges Gesamtkonzept ist.

Es ist kein Zufall, dass der S-Cross zu den beliebtesten Suzuki-Modellen zählt. Die gefällige Optik in Kombination mit dem guten Platzangebot und dem effizienten Hybridantrieb sind eine erfolgsversprechende Mitgift.

Suzuki S-Cross 1.4 Hybrid Allgrip

Motor/Antrieb 1.4-Liter Benziner 48-Volt-Mildhybrid; 129 PS, 235 Nm, 6-Gang-Schaltgetriebe, Allradantrieb

Fahrleistung/Verbrauch 0 auf 100 in 10,2 Sek; 195 km/H Spitze, 5,8 l Verbrauch (6,4 l im Test)

Preis ab 24.990 Euro; Testwagen: 32.990 Euro