A14-Baustelle bei Dornbirn-Nord: Was Autofahrer jetzt wissen müssen

Die Arbeiten auf der A14 bei Dornbirn-Nord sind in vollem Gange. Seit Anfang dieser Woche sorgt eine unerwartete Änderung für Überraschungen bei vielen Autofahrern. Was ist passiert und worauf muss man sich einstellen? Der VN-Lokalaugenschein klärt auf.
Dornbirn Autofahrer auf der A14 bei Dornbirn-Nord (Richtung Bregenz) haben diese Woche möglicherweise eine Überraschung erlebt. Wer die Schilder am Anfang der Autobahnbaustelle übersehen hat, fand sich plötzlich auf dem linken Fahrstreifen entlang der Gegenverkehrsspur wieder. Für diejenigen, die nach Bregenz wollten, kein Problem. Ärgerlich hingegen für alle, die in Richtung Bregenzerwald abbiegen wollten. Diese Ausfahrt ist für die nächsten Monate nur über den rechten Fahrstreifen erreichbar. Falsch eingereihte Autolenker müssen bis zur nächsten Ausfahrt bei Wolfurt fahren, um zu wenden.

Klaus Oberhauser, Projektleiter bei der Asfinag, erklärt den Grund für die geänderten Fahrstreifen: „Wir haben diese Woche die Bauphase zwei erreicht.“ Die Bauarbeiten begannen im April 2024 und erstrecken sich über eine Länge von 1,5 Kilometern. Sie sind in drei Phasen unterteilt, damit immer zwei Fahrstreifen in beide Richtungen befahrbar bleiben. „Mit nur einem Fahrstreifen pro Richtung würde es den ganzen Tag Stau geben,“ so Oberhauser.

Umfangreiche Arbeiten
Ein wesentlicher Teil der Arbeiten umfasst die Belagsinstandsetzung. Auf dem Abschnitt Dornbirn-Nord werden rund 45.000 Quadratmeter neuer Asphalt verbaut. Nachdem in der ersten Phase die beiden mittleren Spuren asphaltiert wurden, sind nun der Pannenstreifen und ein Fahrstreifen in Richtung Bregenz an der Reihe. Daher gibt es seit Wochenbeginn geänderte Richtungsfahrbahnen.

Zudem wird die Brücke saniert. Auch eine wasserrechtliche Sanierung wird durchgeführt. Matthias Zagrajsek von der örtlichen Bauaufsicht erklärt: “Der Mittelstreifen wird komplett neu gemacht. Er wird versiegelt und mit neuen Abwasserschächten und Systemen ausgestattet.”

Die Betonleitwände entlang des Mittelstreifens stellen eine neue Maßnahme dar. Sie ersetzen die alten Stahlleitplanken, zwischen denen regelmäßig Mäharbeiten notwendig waren. Diese Wartungsarbeiten führten oft zu Sperren der Fahrspuren. “Durch die neuen Betonelemente entfällt diese Arbeit und Staus aufgrund von Mäharbeiten können vermieden werden”, weiß Projektleiter Oberhauser.

Wasserrechtliche Sanierung und Rastplatz
Ein weiteres großes Thema ist die wasserrechtliche Sanierung. “Wir müssen das gesamte Oberflächen- und Straßenwasser sammeln, durch eine belebte Humusschicht filtern und dann erst versickern lassen”, erläutert Oberhauser. Erst dann wird das Wasser in die Dornbirner Ach geleitet. “Die gesamte Kanalisation wird erneuert und beim neuen Parkplatz Dornbirn-West gibt es ein Becken, in dem das Wasser gesammelt und gefiltert wird.”

Auch beim neuen Autobahnrastplatz in Fahrtrichtung Tirol wird intensiv gearbeitet. „Der zweite Parkplatz wird ähnlich wie der gegenüberliegende“, erklärt der Projektleiter. Geplant sind ein WC- und Duschhäuschen sowie etwa 25 Lkw-Stellplätze.

Investitionssumme und Fertigstellung
Die Asfinag investiert insgesamt rund 25 Millionen Euro in das Projekt, wenn man die Baulose von 2023 und 2024 zusammennimmt. Bis November sollen alle Arbeiten im Abschnitt Dornbirn-Nord abgeschlossen sein. Auch die größeren Baustellen auf der A14 bei Bludenz werden bis dahin verschwunden sein. „Die Belagsinstandsetzungen zwischen Nenzing und Nüziders sind voraussichtlich Mitte September abgeschlossen. Die Bauarbeiten an der ÖBB-Brücke bei Nenzing dauern bis voraussichtlich Ende Oktober”, so Oberhauser.
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