Sieben Baustellen auf 60 Kilometern: Warum gefühlt die gesamte A14 Baustelle ist

Mobilität / 22.03.2026 • 08:00 Uhr
Sieben Baustellen auf 60 Kilometern: Warum gefühlt die gesamte A14 Baustelle ist
VNBaustellen auf der Autobahn sorgen gern für Verzögerungen.

Von Lochau bis Nüziders wird gebaut und saniert. Bis 2031 verbaut die Asfinag in Vorarlberg 555 Millionen Euro. Schuld daran sind immer wieder dieselben Themen.

Darum geht’s:

  • Sieben Baustellen auf 64 Kilometer A14 Autobahn.
  • Ende der Nutzungsdauer vieler Bauwerke erreicht.
  • 555 Millionen Euro Investition bis 2031 geplant.

Schwarzach Wer im März auf der A14 unterwegs war und ist, fährt gefühlt von Baustelle zu Baustelle. Dies beginnt bei der deutschen Grenze mit der laufenden Sanierung der Sicherheitsinfrastruktur im Pfändertunnel. Es folgen Sanierungen bei Wolfurt, Dornbirn Süd, Götzis und Nüziders. Der Ambergtunnel war zuletzt in den Nachtstunden gesperrt und seit einem Monat wird bei Frastanz auch am neuen Rastplatz Walgau Süd gebaut.

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Vergangene Woche lagen damit sieben Baustellen auf 64 Kilometern Autobahn. Und auch wenn sie über weite Teile meist dennoch zweispurig befahren werden kann: Tempo 80 oder gar Tempo 60 im Baustellenbereich sorgen für Zeitverlust und Ärger. Und dies noch länger: Bei Bregenz und Dornbirn wird bis Juli gebaut, am Pfändertunnel bis Oktober und bei Götzis und Nüziders bis Dezember.

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Für die Sanierungen investiert die Asfinag bis 2031 555 Millionen Euro – allein heuer sind es 92 Millionen Euro. Auffallend ist die Ähnlichkeit der Baustellen: Bei Wolfurt wurden vergangenes Jahr Brücken saniert, dies ist auch im Bereich Götzis und Nüziders notwendig. Bei Dornbirn Süd wird eine Unterführung unter die Autobahn saniert, aufgrund von Schäden durch Wasserbewegungen. Entwässerung ist aber auch bei Götzis und Wolfurt Thema.

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Sanierungsbedarf

“Viele Bauwerke und Abschnitte der Autobahn haben das Ende der Nutzungsdauer erreicht und müssen umfassend erneuert und saniert werden”, räumt die Asfinag gegenüber den VN ein. Die Autobahn wurde in mehreren Etappen von 1965 bis 1985 errichtet – und wie ein Rechnungshofbericht von 2019 darlegte, sind gerade die Vorarlberger Brücken aus den 1970ern häufig in einem mangelhaften Zustand. Diese Überführungsbrücken sind aufgrund ihrer Lage über der Autobahn im Aufgabenbereich der Asfinag.

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Entwässerung und Lärmschutz

Hier sei vor allem die Gesetzeslage schuld. Diese war während des Baus der Rheintalautobahn vor über 40 Jahren eine andere als heute. “Hier gibt es bestehende Bewilligungen mit zeitlicher Begrenzung, welche einzuhalten sind. Im Zuge der baulichen Sanierungsmaßnahmen werden die wasserrechtlichen Sanierungen somit im Synergieeffekt mitumgesetzt”, erklärt die Asfinag. “Darüber hinaus hat eine moderne Entwässerung eine wesentliche Rolle zur Erhöhung der Verkehrssicherheit – diese Modernisierung erfolgt auch in ganz Österreich auf allen Streckenabschnitten ähnlich.”

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Hinzu kommen Investitionen für den Lärmschutz. Bis 2031 fließen 28 Millionen in Lärmschutzwände entlang der Autobahn. Zum Vergleich: 34 Millionen Euro veranschlagt die Asfinag für die neuen Überwachungs- und Belüftungssysteme sowie die allgemeine technische Nachrüstung im Pfändertunnel.

Planungsaufwand

Das Alter der Autobahn selbst und der Brücken darüber wie auch die Vorgaben für die Entwässerung und den Lärmschutz sind von Bregenz bis Bludenz sehr vergleichbar – und damit beinahe überall parallel Handlungsbedarf. “Wir planen vorausschauend und versuchen, die Baustellen entsprechend zu koordinieren”, versichert die Asfinag. “Diese Baustellen werden zudem mit Land, Behörden und anderen Verkehrsträgern abgestimmt, um Überlappungen oder Parallelsperren von vornherein zu verhindern.”

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