Q3: Nach dem Feinschliff mehr Pfiff

Motor / 28.11.2014 • 14:27 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nachgeschärft hat Audi das Design des Q3 und ebenso die Motoren- sowie die Fahrwerkstechnik. Fotos: werk
Nachgeschärft hat Audi das Design des Q3 und ebenso die Motoren- sowie die Fahrwerkstechnik. Fotos: werk

Technisch und optisch
hat Audi den Q3 aufge-frischt. Der RS Q3 ist noch stärker geworden.

audi. Die üblicherweise bei den Ingolstädtern gepflogene Design-Prämisse „rank und schlank“ ist im SUV-Segment kaum realisierbar. Hoher Aufbau und lange Federwege resultieren naturgemäß in einer gewissen Stämmigkeit, besonders bei den Kompakt-Formaten. Wie bei Audis derzeit kleinstem Q, dem Dreier, der sich in den ersten knapp drei Modelljahren – seit 2011 – zum Marktleader in seinem (Premium-)Segment hervorgetan hat. Trotz seiner Jugend stand jetzt eine Überarbeitung an. Die ist in erster Linie darin begründet, dass die Motoren gemäß der seit 15. September geltenden neuen EU-Emissionsbestimmungen angepasst werden mussten. Gleich in einem Aufwaschen legte man dabei am Design Hand an und schärfte dem Q3 das Outfit nach: mit überarbeitetem Kühlergrill, zugespitztem Scheinwerferschnitt und nunmehr serienmäßigem Xenon-Licht, LED-Blinkern sowie Heckleuchten und vergrößerten Lufteinlässen, was ihm optisch höhere Flottheit und mehr Pfiff verleiht. An den Dimensionen – Abmessungen (4,39 m Länge) und Laderaumvolumen (460 bis 1365 l) – hat sich dabei nichts geändert. Im Interieur sind frische Materialien in neuen Farben verarbeitet. Ergänzt ist die Serienmitgift durch ein Praxis-Detail: eine aufrollbare Gepäckraumabdeckung. Ergänzt ist das Optionen-Programm durch unter anderem Voll-LED-Scheinwerfer, einen aktiven Spurhalteassistenten und eine erweiterte Verkehrszeichen-Erkennung, die auch Überholverbote ortet.

Neue Ultra-Versionen

Doch zurück zum Fokus der Q3-Auffrischung, den Motoren. Neu eingezogen in die Motorisierungspalette sind zwei sogenannte jeweils ausschließlich frontgetriebene, besonders treibstoffeffiziente und emissionssparsame Ultra-Versionen. Das ist einerseits der 1,4-Liter-Einstiegsbenziner mit 150 PS, der sich dank Zylinderabschaltung im Teillastbereich (COD – Cylinder On Demand) samt manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe mit 5,5 Liter auf der 100-Kilometer-Normrunde zufrieden geben soll (CO2: 127 g/km). Zweiter Sparkünstler ist der 2,0 TDI Ultra mit 120 PS. Ebenfalls manuell geschaltet, wird für ihn der Norm-Mixkonsum mit 4,4 Litern beziffert (CO2: 114 g/km). Er stand für Testfahrten noch nicht zur Verfügung, dafür aber der Benziner. Die Munterkeit des bekannt quirligen Aggregats wirkte nur im „Efficiency“-Modus spürbar eingebremst.

Weniger die Spar-, sondern vor allem die Spurtqualitäten standen im Zentrum des gleich mitbearbeiteten Top-Modells der Kompakt-SUV-Baureihe, des RS Q3, des derzeit nach wie vor einzigen Q-Supersportlers bei Audi. Sein 2,5-Liter-Turbo-Fünfzylinder bringt es nach einer Leistungsspritze jetzt auf 340 PS (bisher 310) und 450 Nm (bisher 420). In der Zusammenarbeit zwischen permanentem Allradantrieb und siebenstufigem Doppelkupplungsgetriebe kann er in 4,8 Sekunden von null auf 100 km/h sprinten.

Im Fahrbetrieb fiel vor allem auf, dass er sich gegenüber dem Vorgänger – der gerade vor etwa einem Jahr marktgestartet ist – höhere Agilität und komfortablere Fahrwerksmanieren zugelegt hat.

Feinschliff: frische Materialien, neue Farben.
Feinschliff: frische Materialien, neue Farben.
An den Abmessungen hat sich nichts geändert.
An den Abmessungen hat sich nichts geändert.

Fakten

Motoren/Getriebe/Antriebe: Benziner: 1,4 l mit 150 PS, 2,0 l mit 180 oder 220 PS, 2,5 l mit 340 PS (RS Q3). Diesel: 2,0 l mit 120, 150 oder 184 PS, manuelles 6-Gang- oder 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe, Front- oder Allradantrieb.

Preis: Q3 ab 32.710 Euro, RS Q3 ab 68.730 Euro.

Marktstart: ab Februar 2015