Revolution in vielen kleinen Details

Motor / 18.05.2017 • 19:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Geglättet, reduziert und verfeinert: Der Mazda CX-5 steht in der Neuauflage kraftvoll und satt auf der Straße. Fotos: werk
Geglättet, reduziert und verfeinert: Der Mazda CX-5 steht in der Neuauflage kraftvoll und satt auf der Straße. Fotos: werk

Die nächste Generation des SUV-Bestsellers Mazda CX-5 steht in den Startlöchern.

Mazda. Manchmal braucht es einen zweiten Blick. Bei der Neuauflage des Mazda CX-5 ist das so. 2012 haben die Japaner das SUV auf den Markt gebracht und damit eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte geschrieben. 1,5 Millionen Exemplare wurden weltweit an Kunden ausgeliefert, 11.000 davon in Österreich. Im Juni kommt die zweite Generation zu den Händlern, die dem Vorgänger sehr ähnlich sieht. Oberflächlich betrachtet ist das zumindest so. Tatsächlich ist kaum etwas, wie es war. Die Revolution findet in vielen Details statt.

Die Japaner können auf einem Erfolgsmodell aufbauen. Mit dem CX-5 haben sie optisch ihre Linie gefunden – er hat der Marke ein neues Gesicht gegeben. Klar, dass die Änderungen da eher behutsam ausgefallen sind – ihre Wirkung haben sie dennoch nicht verfehlt. So ist die Neuauflage etwas niedriger. Mit einigen kleinen Tricks ist es den Designern geglückt, den CX-5 kraftvoller wirken zu lassen. Er steht jetzt breit und satt auf der Straße. Das Design ist schnörkellos, fast minimalistisch.

Innen wurde der CX-5 ebenfalls aufgeräumt und neu eingekleidet. Die Anmutung ist hochwertig. Bei der Cockpitgestaltung ist das Ziel klar definiert: Hier steht der Fahrer im Mittelpunkt. Wie Pferd und Reiter sollen Auto und Pilot eine Einheit bilden.

Deutliches Komfort-Plus

Das Pferd, wenn man so möchte, wurde gezähmt. Mit besten Manieren, was die Geräuschentwicklung betrifft, ist der neue CX-5 in dieser Disziplin auf Premium-Kurs unterwegs. Das trifft auch auf die Sitzmöbel zu, die hinten mehr Variabilität bieten und jetzt auch beheizt werden können. Der Kofferraum hat minimal um sechs auf jetzt 506 Liter zugelegt. Der größte Fortschritt ist die nun automatisch öffnende und schließende Heckklappe.

Fortschritte gibt es auch beim Fahrspaß. Ein Fahrdynamik-System (G-Vectoring-Control), das das Motordrehmoment in den Kurven unterschiedlich auf die Räder verteilt und so für mehr Agilität sorgt, ist ein Grund für die verbesserte Fahrdynamik. Andere sind das steifere Chassis und der niedrigere Schwerpunkt. In Summe fährt sich der neue CX-5, wie erste VN-Tests noch vor dem Marktstart gezeigt haben, überraschend leichtfüßig.

Einen guten Eindruck hinterlassen auch die Motoren, die im Wesentlichen bekannt sind. Zu haben sind ein 2-Liter-Benziner (160 bzw. 165 PS) und ein 2,2-Liter-Diesel (150 bzw. 175 PS). Etwas später soll noch ein stärkerer Otto-Motor mit 194 PS Leistung und Zylinderabschaltung folgen. Allradantrieb ist mit allen Motoren erhältlich, Automatikgetriebe ebenfalls.

Umfangreich ist mit der Neuauflage auch das Angebot an sensorgesteuerten Assistenzsystemen, die den Weg in Richtung autonomes Fahren andeuten. So bremst etwa ein Radar-Tempomat das SUV im Stau nicht nur bis zum Stillstand ab, sondern beschleunigt danach auch wieder automatisch.

Schon erste Kilometer im neuen CX-5 haben gezeigt, dass mit vielen Verbesserungen in Details in Summe große Fortschritte erreicht werden können. Evolution statt Revolution: Die Neuauflage präsentiert sich gereift.

Marktstart ist im Juni. Preise ab 25.990 Euro.

Neuauflage mit verbesserter Fahrperformance.
Neuauflage mit verbesserter Fahrperformance.
Innen: Bis ins letzte Detail aufgewertet.
Innen: Bis ins letzte Detail aufgewertet.

Fakten

Motor/Antrieb: 2-Liter Benziner mit 160 PS (AWD) bzw. 165 PS (2WD), 2,2-Liter-Diesel mit 150 bzw. 175 PS.
Wahlweise mit Allradantrieb bzw. Automatikgetriebe

Karosserie: SUV mit 4,55 Meter Länge, Kofferraumvolumen 506 Liter

Preis: ab 25.990 (G165); Allrad/Diesel ab 34.390
Marktstart: Juni