Im Test: So gut ist der neue Audi Q3

Motor / 08.05.2026 • 14:25 Uhr
Im Test: So gut ist der neue Audi Q3
Neuauflage des Audi Q3. VN/Steurer

Audi hat den Q3 in dritter Generation mit Oberklasse-Features aufgewertet.

Schwarzach Gute zehn Jahre ist der Q3 am Markt und hat sich in dieser Zeit zu einem echten Bestseller entwickelt. Unverändert groß war die Nachfrage trotz des nahenden Modellwechsels bis zuletzt auch in Österreich. Mittlerweile ist der Marktstart für die dritte Generation erfolgt. Wir haben zum ersten Test den Basis-Benziner mit Frontantrieb ausgefasst.

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Audi hat nachgelegt. Der Q3 basiert wie bereits das Vorgängermodell auf der Konzernplattform MQB, ist allerdings in der Optik und den Abmessungen erwachsener geworden. So sind etwa in der Länge vier Zentimeter dazugekommen, womit das Premium-Kompakt-SUV jetzt 4,53 Meter misst. Überhaupt wirkt der Ingolstädter in der Neuauflage selbstbewusster und auch ein wenig bulliger. Dazu trägt auch Oberklasse-Technologie bei, die gut sichtbar an Front und Heck verbaut ist. Zumindest optional ist der Q3 jetzt mit Hightech-Licht zu haben. Am Beispiel des Testfahrzeugs sind das digitale Matrix-LED-Scheinwerfer, die nicht nur schick aussehen, sondern auch in Sachen Sicherheit einen echten Mehrwert bieten. Ein optischer Hingucker sind die OLED-Scheinwerfer am Heck inklusive der durchgängigen Lichtleiste, die auch optisch die Fahrzeugbreite betont. Markant in Szene gesetzt sind jetzt auch die Audi-Ringe, die erstmals leuchten.

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Der neue Q3 sieht zweifellos schick aus, was ihm weiterhin zu großer Beliebtheit verhelfen wird. Gefragt dürfte auch das umfangreiche Antriebsangebot sein. So gibt es unverändert einen Dieselmotor im Programm, was längst nicht mehr selbstverständlich ist. Eher erwartbar ist der Plug-in-Hybrid mit über 100 Kilometern elektrischer Reichweite. Wir sind den kleinen Benziner mit Frontantrieb gefahren. Das 1,5-Liter-Aggregat leistet 150 PS und 250 Nm Drehmoment. Was sich auf dem Papier nicht nach wahnsinnig viel anfühlt, reicht in der Praxis mehr als aus. Der Q3 mit dem Einstiegsbenziner ist zwar kein Dynamiker, aber ordentlich motorisiert. Auch die Fahrleistungen mit 9,1 Sekunden auf Tempo 100 und 209 km/h Spitze sind im Alltag ausreichend. Das Aggregat arbeitet kultiviert, etwas lauter wird es erst bei hoher Drehzahl. Allzu störend ist das aber dank der guten Dämmung für Fahrer und Passagiere nicht.
Die Stärken des Mildhybrids liegen mehr in der Effizienz als im Antritt. 6,3 Liter Verbrauch gibt der Hersteller an, wir sind mit 6,5 Litern nur knapp darüber gelegen.

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Zu den gewohnten Stärken von Audi zählen die Fahreigenschaften. Das Fahrwerk agiert ausgewogen mit einer beeindruckenden Spreizung von sportlich bis komfortabel. Die Lenkung arbeitet präzise, Wankbewegungen gibt es so gut wie keine. Mit anderen Worten: So macht Autofahren Spaß.
Zum Wohlfühlcharakter gehört auch ein fahrerorientiertes Cockpit. Auch da hat sich Audi in den Jahren einen Namen gemacht. Der Q3 in der neuesten Generation führt diese Tradition jedenfalls gekonnt fort. Nicht alles, was neu am Ingodstäter ist, gefällt auf Anhieb. Dazu gehört etwa die Lenkradbedieneinheit. So sind zwei neue Lenkstockhebel an Bord. Der linke für Lichtfunktionen und Scheibenwischer, der rechte für den Gangwahlhebel. Unser Eindruck: gewöhnungsbedürftig. Andererseits ergeben sich durch diese Anordnung neue Ablageflächen in der Mittelkonsole.

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Zugelegt hat der Q3 beim Platzangebot für Fahrer und Mitfahrende, etwas kleiner als bisher – aber noch immer ausreichend – ist der Kofferraum ausgefallen. Der Innenraum selbst gefällt in Premium-Qualität mit sehr guten Materialien und bester Verarbeitung. Auch das Bedienkonzept, das der Oberklasse entstammt, ist intuitiv und gibt wenig Rätsel auf. Hightech und Premium haben freilich ihren Preis. Los geht es bei 46.900 Euro, der Testwagen kommt auf 64.840 Euro

Audi Q3

Motor/Antrieb 1.5-Liter-Benziner, 150 PS, 250 Nm, Frontantrieb, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
Fahrleistung/Verbrauch 0 auf 100 in 9,1 Sek.; 209 km/h Spitze; 6,3 l Verbrauch (6,5 l im Test)
Preis ab 46.900 Euro; Testwagen: 64840 Euro