Neuauflage des CX-5: Erfolgs-SUV auf der Streckbank

Motor / 03.11.2026 • 15:00 Uhr
Neuauflage des CX-5: Erfolgs-SUV auf der Streckbank
Die dritte Generation des Mazca CX-5 fährt mit überarbeiteter Optik und erneuerter Technik vor. VN/Steurer

In der dritten Generation ist der Mazda CX-5 deutlich gewachsen. Optisch haben die Japaner ihren Bestseller behutsam weiterentwickelt.

Schwarzach Seit 2012 zählt das Kompakt-SUV zu den wichtigsten Modellen der Marke. Weltweit wurden bis Ende 2025 fünf Millionen CX-5 produziert und verkauft, in Österreich waren es knapp 26.000. Mit der dritten Generation setzt Mazda den Erfolgslauf fort. Der CX-5 ist größer geworden, technisch moderner – und bleibt sich optisch treu.

Mazda hat das gefällige Design behutsam weiterentwickelt. Die neue Front wirkt markanter, der Grundcharakter des Japaners ist aber erhalten geblieben. Das steht ihm gut. Der CX-5 wirkt frisch, ohne sich neu erfinden zu müssen.

Neuauflage des CX-5: Erfolgs-SUV auf der Streckbank
11,5 Zentimeter ist der CX-5 in der Länge gewachsen.

Die zusätzlichen 11,5 Zentimeter Länge kommen vor allem dem Innenraum zugute. Fahrer und Beifahrer haben ausreichend Platz, im Fond geht es spürbar großzügiger zu. Auch der Kofferraum ist gewachsen: 583 Liter stehen zur Verfügung, bei umgeklappter Rückbank sind es bis zu 2019 Liter. Die Rücksitze lassen sich im Verhältnis 40:20:40 teilen. Das macht den CX-5 zu einem praktischen Familienauto, ohne dass er übermäßig wuchtig auftritt.

Beim Materialeindruck passt das meiste. An einzelnen Stellen findet sich allerdings Hartplastik, das in dieser Preisklasse wertiger sein dürfte. Der Komforteindruck stimmt: Der Innenraum ist übersichtlich gestaltet, die Sitze sind bequem. Bei der Bedienung hat Mazda den Drehregler für das Infotainment gestrichen und setzt stärker auf den Touchscreen. Das funktioniert grundsätzlich gut. Einzelne Bedienfelder sind allerdings recht klein geraten.

Neuauflage des CX-5: Erfolgs-SUV auf der Streckbank
Mehr Platz, auch im Kofferraum.

Antriebsvielfalt war gestern: Mazda bietet den CX-5 derzeit ausschließlich als Mildhybrid-Benziner an, wahlweise mit Front- oder Allradantrieb. Im Test fährt die Topversion Homura Blop mit Allrad vor. Der 2,5-Liter-Saugmotor leistet 141 PS und stellt 238 Nm Drehmoment bereit. Er arbeitet brav, mehr aber auch nicht. Für den Sprint auf 100 km/h braucht der 4,69 Meter lange Wagen 10,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 185 km/h. Das sind keine Werte, die den CX-5 zum Dynamiker machen. Wer es gemütlich angeht, findet aber ausreichend Leistung. Beim Überholen und bei zügiger Beschleunigung muss der Motor hörbar arbeiten.

Der Verbrauch liegt laut WLTP bei 7,4 bis 7,5 Litern auf 100 Kilometer. Dieser Wert ist auch im Alltag gut erreichbar. Bei flotter Fahrweise kann es allerdings gut ein Liter mehr sein. Passend zum Antrieb ist auch das Fahrwerk auf Komfort ausgelegt. Der CX-5 ist kein Kurvenräuber und kein echter Athlet. Er federt angenehm, fährt sich ausgewogen und bringt seine Insassen entspannt ans Ziel. Das passt zum Charakter des Familien-SUV.

Neuauflage des CX-5: Erfolgs-SUV auf der Streckbank
Fahrerorientiertes Cockpit mit einem passablen Materialeindruck.

Mit 49.660 Euro ist der getestete CX-5 kein Schnäppchen. Dafür bietet die Homura-Version viel Ausstattung, Allrad und ein deutlich größeres Platzangebot als der Vorgänger. Große Schwächen leistet sich der Neue nicht. Sein größtes Plus ist der gewonnene Raum, sein größter Kompromiss der wenig dynamische Antrieb. Wer ein komfortables und praktisches SUV sucht, dürfte mit dem CX-5 dennoch gut bedient sein.

Mazda CX-5

Motor/Antrieb 2,5 l Saugbenziner, 4-Zylinder; 141 PS; 238 Nm Drehmoment, 6-Gang-Automatik
Fahrleistungen/Verbrauch 0 auf 100 in 10,9 Sekunden; 185 km/h Spitze; 7,5 l Verbrauch

Preis 48.860 Euro (Homura Blop); Testwagen: 49.660 Euro