Der Meisterbäcker bäckt für die Zukunft

12.03.2024 • 11:39 Uhr
<p class="caption">Florian (li) und Bernhard Ölz setzen auf Nachhaltigkeit. <span class="media-container dcx_media_rtab" data-dcx_media_config="{}" data-dcx_media_type="rtab"> </span><span class="marker">FA/RAINER</span></p>

Weichen für die Zukunft gestellt: Die Familie Ölz zieht sich aus der Geschäftsführung zurück. Starkes Wachstum auch im vergangenen Jahr.

Dornbirn Der Dornbirner Großbäcker Ölz stellt die Weichen für die Zukunft. Der Meisterbäcker, Österreichs Backwarenmarke Nummer 1, ist seit 85 Jahren ein erfolgreiches Vorarlberger Familienunternehmen, inzwischen in der dritten Generation geführt, nun wird die Führung des Unternehmens komplett umgestellt, die Familie Ölz wird ab Juni im Gesellschafterbeirat Platz nehmen und zieht sich aktiv aus der Geschäftsführung zurück. Zudem wird die langjährige Geschäftsführerin Daniela Kapelari-Langebner per Anfang Juli in Pension gehen.

Neue Chancen

Durch die Kombination aus Gesellschafterbeirat und neuem Geschäftsführungsteam eröffne sich die Chance, das Familienunternehmen Ölz langfristig und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln, informiert die Noch-Geschäftsführung, die gleichzeitig auf eine erfolgreiche Bilanz 2023 hinweist: Trotz herausfordernden Rahmenbedingungen kann das Unternehmen im Jahr 2023 eine Umsatzsteigerung von rund elf Prozent auf 267 Mill. Euro sowie ein weiteres Wachstum der Mitarbeitenden auf aktuell 1060 vorweisen.

<p class="caption">Zwei neue Fertigungslinien wurden im neuen Zubau im Werk Wallenmahd installiert.<span class="media-container dcx_media_rtab" data-dcx_media_config="{}" data-dcx_media_type="rtab"> </span><span class="marker"> FA</span></p>
Weltmarktführer in Sachen handgemachter Zopf. Gebacken wird in Dornbirn. Fa

Ab Juli 2024 wird es neue Managementstrukturen im Unternehmen geben. Der angekündigte Gesellschafterbeirat sei mit einem freiwilligen Aufsichtsrat vergleichbar, in welchem die Eigentümer Bernhard Ölz, als Vorsitzender, Florian und Martin Ölz vertreten sind. Sie ziehen sich Ende Juni aus der aktiven Geschäftsführung zurück und nehmen ab diesem Zeitpunkt ihre Rolle im Beirat wahr. Die Großbäckerei bleibt weiterhin ein Familienunternehmen – zu 100 Prozent im Besitz der Familie Ölz.

Kompetenz und Erfahrung

Mit 1. Juli 2024 wird das neue Geschäftsführungsteam, auch bedingt durch die Pensionierung von Daniela Kapelari-Langebner, die operative Verantwortung übernehmen. Markus Stammen, bisher Geschäftsführer der Produktion, folgt Bernhard Ölz als Vorsitzendem der Geschäftsführung. Das neue Team setzt sich wie folgt zusammen:

Paul Steyrer wird Geschäftsführer Verkauf und Vertrieb, Doris Wendel übernimmt die Geschäftsführung Marketing, Human Resources, Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit, Michael Tschütscher ist Geschäftsführer Finanzen, Controlling und Einkauf, Manuel Philipp Geschäftsführer Digitalisierung und Prozesse und Walter Maurer wird gewerberechtlicher Geschäftsführer Produktion. Die Mitglieder der Geschäftsführung sind samt und sonders langjährige und erfahrene Management- und Branchenexpertinnen und -experten.

Stabil und innovativ

„Ölz konnte seinen erfolgreichen Weg im Geschäftsjahr 2023 fortsetzen. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen wie notwendige Preiserhöhungen aufgrund der gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe sowie stark gestiegener Lohnnebenkosten konnten wir eine Umsatzsteigerung von rund elf Prozent verzeichnen“, so Bernhard Ölz. Der Umsatz 2023 beläuft sich auf 267 Millionen Euro. Der Dornbirner Bäcker konnte seine Marktposition im Inland und Ausland halten. Der Umsatz im Ausland ist um 9,4 Prozent gewachsen. Der Exportanteil lag somit bei rund 42 Prozent.

Der Meisterbäcker bäckt für die Zukunft
Die Werkserweiterung in Dornbirn-Wallenmahd hat in der Branche international für Aufmerksamkeit gesorgt. Fa


Die Marke Ölz richte ihr Tun am nachhaltigen und ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt aus. „Als Familienunternehmen ist es unser Anspruch und unsere Aufgabe, Verantwortung für unsere Produkte, die Menschen und die Umwelt zu übernehmen“, so Florian Ölz. „Beispielsweise backen wir seit 2022 als erste europäische Backwarenmarke nur mit Eiern aus kontrollierter Freilandhaltung. Zudem setzen wir auf 100 Prozent Fair-Trade-zertifizierten Kakao und beziehen zu 100 Prozent Ökostrom.“ Mit Blick auf das Jahr 2024 steht Ölz für Innovationskraft. Angekündigt sind “viele neue Produkte”.


<p class="caption">Wenn sich Großbäcker Ölz mit Nachbar F. M. Fussenegger einigt, werden Ölz-Backwaren weiterhin in Dornbirn produziert.<span class="marker"> Foto: Firma</span></p>

Ölz Zahlen und Fakten

Eigentümer Familie Ölz (100 Prozent)

Firmensitz Dornbirn

Umsatz 2023 267 Millionen Euro

Exportanteil 42 Prozent Mitarbeitende 1060