Wieder weißer Tod im Klostertal: “Dieser Einsatz war mit großer Gefahr verbunden”

Lawine am Sonnenkopf forderte innerhalb von zwei Tagen weiteres Todesopfer.
Klösterle Zwei Tage nach dem tödlichen Lawinenunglück am Sonnenkopf kam es am Freitag wieder zu einer Tragödie. Und wieder wurde ein Snowboarder zum Opfer. Wie schon am Mittwoch war auch auch diesmal Fabian Zudrell, Ortsstellenleiter der Bergrettung Klösterle, Einsatzleiter.
Das Unglück ereignete sich kurz vor 15.30 Uhr im Skigebiet Obermoos. Auf Höhe von 1800 Metern ging dort eine Lawine ab. Zum selben Zeitpunkt waren dort zwei Snowboarder unterwegs. Einer von ihnen wurde vom Schneebrett erfasst und mitgerissen.
Zudrell schilderte gegenüber den VN die besondere Dramatik, denen die Bergretter nach der Alarmierung ausgesetzt waren. „Die Unglückstelle dort ist sehr steil, etwa 45 Grad. Und es herrschte hohes Lawinenrisiko. Dieser Einsatz war uns mit großer Gefahr verbunden.”
Perfekt ausgerüstet
Die tödliche Lawine sei mit voller Wucht runter gegangen, schildert Zudrell. Auch wenn der verunglückte Snowboarder laut dem Einsatzleiter perfekt ausgerüstet gewesen sei – unter anderem mit dem Lawinenverschüttetengerät LVS – dauerte es doch einige Zeit, ihn zu bergen. Während der zweite Freerider unverletzt geblieben war, konnte der Verunglückte aus einer Tiefe von 1,80 Meter nur noch tot geborgen werden.
„Wir brauchten dazu 40 Minuten. Aber trotz aller Reanimationsversuche war bereits alles zu spät. Wir haben das Opfer dann auf eine sichere Piste gebracht“, schildert Zudrell weiter. Über die Nationalität des Verunglückten konnte der Einsatzleiter am Freitagabend noch nichts sagen.
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