Gerald Nosko: Ein engagiertes Leben für die Mitmenschen

09.03.2026 • 15:50 Uhr
Am 1. Februar verstarb der beruflich und politisch überaus engagierte Dornbirner Gerald Nosko.
Am 1. Februar verstarb der beruflich und politisch überaus engagierte Dornbirner Gerald Nosko.privat

Für Gerald Nosko standen politisch, beruflich, aber vor allem privat stets seine Mitmenschen im Mittelpunkt.

Von Melanie Knünz

Dornbirn Gerald Nosko wurde am 26. Mai 1939 in Dornbirn geboren. Nach der Volks- und Hauptschule in Dornbirn legte er 1957 die Matura an der Handelsakademie Bregenz ab. Diese Schulausbildung ebnete ihm den Weg in ein erfolgreiches Berufsleben. So arbeitete er zuerst als Angestellter für die Firma Franz M. Rhomberg, wo er eine Ausbildung zum Bilanzbuchhalter abschloss. 1962 wechselte er dann zur Zumtobel AG.

Durch sein hohes Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge stieg er 1977 zum Prokuristen auf. Eine sehr verantwortungsvolle Position, die Gerald Nosko gewissenhaft ausfüllte. 1992 empfahl er sich als Mitarbeiter für Human Resource Management für die Zumtobel Holding, wo er bis zu seiner Pensionierung 2002 blieb.

1963 heiratete er Herlinde Peter und schloss 1964 seine Tochter Susanne erstmals in die Arme, bevor 1967 dann Sohn Michael folgte. Ende der 1960er-Jahre baute er ein Ferienhaus im Ebnit – als Rückzugsort für sich und seine Familie. Hier verbrachte er viele Ferien und Wochenenden. Dem Ebnit fühlte er sich bis zuletzt sehr verbunden.

Politisches Engagement

1973 trat Gerald Nosko der Österreichischen Volkspartei bei. Innerparteilich war er als Obmann des ÖAAB Dornbirn und Mitglied der Bezirksleitung sowie stellvertretender Bezirksparteiobmann der ÖVP Dornbirn tätig. Zudem war er viele Jahre Mitglied der Landesparteileitung der ÖVP Vorarlberg.

1984 trat er als Abgeordneter in den Vorarlberger Landtag ein. Sein politisches Wirken war von hohem Fachwissen, einer ruhigen Art und Verlässlichkeit geprägt. Diskussionen wurden sachlich geklärt, immer mit Fokus auf den Menschen.

Auch seiner Heimatgemeinde Dornbirn blieb Gerald Nosko politisch treu: Von 1975 bis 1985 hatte er ein Mandat in der Dornbirner Stadtvertretung inne und war Mitglied des Finanz-, Personal-, Wirtschafts- und Straßenausschusses, später dann Ersatzmitglied der Stadtvertretung.

Gern wanderte Gerald Nosko im Ebnit. Dem Dorf fühlte er sich zeitlebens verbunden.
Gern wanderte Gerald Nosko im Ebnit. Dem Dorf fühlte er sich zeitlebens verbunden.

Neben seiner Position als Landtagsabgeordneter hatte Gerald Nosko noch weitere politische Ämter inne – was von seinem hohen Engagement zeugt. Zeitlebens war ihm die Wohnbaupolitik im Ländle ein Anliegen.

Leidenschaft weit über den Beruf hinaus

Gerald Nosko war im beruflichen wie politischen Umfeld ein umtriebiger Mensch. So wurde er neben seinem Hauptberuf 1994 Beirat und bis 2007 auch Beiratsvorsitzender sowie von 2004 bis 2005 Geschäftsführer der Firma Mäser Geschirr.

Leidenschaft zeigte er nicht nur in all seinen politischen und beruflichen Positionen, sondern auch, wenn er mit seinem Hund Wanderungen, vor allem zu seinem beliebten Ziel, dem First, unternahm.

Trotz seiner Verbundenheit zum Ländle zog es Gerald Nosko auch in die Ferne: 1996 kaufte er ein Ferienhaus in Spanien, nach dessen Verkauf 2007 eines im Burgenland. Er liebte es, sich dort in die örtliche Gemeinschaft einzubringen und beim Weinbau mitzuhelfen.

Zeit seines Lebens war die Familie für ihn eine große Stütze und bot ihm Rückhalt. Zudem bereiteten ihm in der Pension seine zwei Enkelkinder Katharina und Felix stets viel Freude. Am 1. Februar verstarb Gerald Nosko schließlich im Alter von 86 Jahren.

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Gerald Nosko waren seine Mitmenschen sehr wichtig, was sich auch in seiner Arbeit als Landtagsabgeordneter niederschlug.
Gerald Nosko waren seine Mitmenschen sehr wichtig, was sich auch in seiner Arbeit als Landtagsabgeordneter niederschlug.