Runter kommen sie immer – der VN-Überblick für die kommenden Tage

Vorarlberg / 20.03.2026 • 10:30 Uhr
Runter kommen sie immer – der VN-Überblick für die kommenden Tage

Was es dieses Wochenende (und darüber hinaus) in Vorarlberg alles zu erleben gibt.

In Vorarlberg passiert viel. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Daher gehen die VN jeden Freitag weit über das Format der bloßen Event-Ankündigung hinaus. Persönlich und kompetent geben Redakteurinnen und Redakteure ihre Empfehlungen für Familienunternehmungen, Sport, Kultur, Events, Gastronomie, Bücher, Musik und mehr ab.

Piste meets Mountainbike

Runter kommen sie immer – der VN-Überblick für die kommenden Tage
Julia Böcken ist Bezirksredakteurin von Bludenz, sucht die Freiheit in den Bergen und entdeckt gerne neue Orte.

Bürserberg: Am Samstag, 21. März, werden die Pisten rund um die Loischkopfbahn im Brandnertal zum Schauplatz des Tschengla Snow Tschäm – einem außergewöhnlichen Mountainbike-Rennen auf Schnee. Das Event bringt die Bike-Community zum Ende der Skisaison und pünktlich zum Frühlingsbeginn zusammen. Tschengla Snow Tschäm lebt vom Miteinander und bietet Gelegenheit, bekannte Gesichter wiederzutreffen und neue Kontakte zu knüpfen. Auch der Nachwuchs kommt nicht zu kurz – beim Kids-Race können junge Bikerinnen und Biker ihr Können zeigen und sich mit Gleichaltrigen messen. Los geht es am Morgen mit der Startnummernausgabe von 9 bis 11 Uhr an der Talstation der Loischkopfbahn. Von 10 bis 16 Uhr ist freies Fahren auf einem abgesperrten Pistenbereich möglich, inklusive Uplift mit der neuen Loischkopfbahn bis zur Mittelstation. An der Talstation sorgen von 10 bis 18 Uhr Bewirtung, Musik und chillige Atmosphäre für den passenden Rahmen. Ab 13 Uhr starten das Kids-Race sowie die Qualifikation für den Tschengla Snow Tschäm im Einzelstart als Zeitlauf. Höhepunkt des Tages ist das Massenstart-Rennen um 16.45 Uhr, bevor um 18 Uhr die Siegerehrung und eine Tombola den Event abrunden. Das Startgeld beträgt 40 Euro für Erwachsene ab 16 Jahren und 20 Euro für Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 15 Jahren. Im Preis enthalten sind das Liftticket, die Startnummer, die Teilnahme an den Rennen sowie an der Tombola.

Rot-weiß-rotes Handballfest

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Christian Adam ist Sportchef bei den VN. Sein Herz schlägt für den Fußball, seine Expertise geht jedoch weit darüber hinaus. Seinen jeden Samstag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

Polen oder Lettland? Das sind die möglichen Gegner für Österreichs Handball-Männer in der finalen Phase der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027. Die Play-offs mit Hin- und Rückspiel finden am 13./14. und 16./17. Mai statt. Die WM selbst geht im Jänner 2027 in Deutschland über die Bühne. Noch ist das Zukunftsmusik. Die Gegenwart des ÖHB-Teams spielt sich derzeit in Vorarlberg ab. Denn seit Anfang der Woche bereitet sich die Mannschaft von Teamchef Iker Romero in Bregenz auf den nächsten Länderspielgegner vor.

Somit bestreitet am Samstag Österreichs Handballteam erstmals seit drei Jahren wieder ein Match im Ländle. Damals, am 30. April 2023 besiegte man in Bregenz das Team der Färöer mit 38:33. Mehr als 70 Treffer bekamen die Fans im Qualispiel für die EURO 2024 in Deutschland zu sehen. Gegen Nordmazedonien dürfen im Test-Länderspiel ähnlich viele Tore erwartet werden. Für Österreich geht es darum, sich optimal auf den Play-off-Gegner vorzubereiten. Und da gilt Nordmazedonien als idealer Testgegner – auch mit Blick auf ein mögliches Duell mit Polen.

Für die heimischen Fans bietet sich die Möglichkeit, die aktuellen Teamspieler aus dem Ländle, quasi vor der Haustüre, bei der „Arbeit“ zuzusehen. Lukas Herburger, Lukas Fritsch oder auch die ehemaligen Hard- bzw. Bregenz-Spieler wie Constantin Mööstl, Markus Mahr oder Tobias Wagner freuen sich auf viele heimische Handballfans. Anpfiff in der Handball Arena Rieden-Vorkloster ist am 21. März um 18 Uhr.

Meisterkonzerte des Kammerorchesters Arpeggione

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Andreas Marte leitet die Kulturredaktion der VN, wo er seine größte Leidenschaft – neben seiner Familie – zu seinem Beruf gemacht hat. Seinen jeden Donnerstag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

Mit einem Programm, das sich zwischen klassischer Tradition und neugieriger Gegenwart spannt, eröffnet das Arpeggione Kammerorchester unter der künstlerischen Leitung von Intendant Irakli Gogibedaschwili seine Saison 2026. Insgesamt wurden sieben Konzerte kuratiert, die mit sicherem Gespür für Dramaturgie und Vielfalt zusammengestellt wurden.

Den Auftakt bildet am kommenden Samstag ein Abend unter dem Titel „Wiener Charme“ im Rittersaal des Palasts Hohenems, wo Werke von Mozart, Haydn und Beethoven aufeinandertreffen, getragen von der Sopranistin Olga Dyadiv und geleitet von Werner Bärtschi.

Ein Höhepunkt der Saison ist die Operngala „Belcantissimo“, die bei gutem Wetter am 4. Juli im Hof des Palasts aufgeführt wird. Mit Musik von Bellini, Rossini und Donizetti wird dort jenes sinnliche, virtuose Opernidiom gefeiert, das bis heute nichts von seiner Strahlkraft verloren hat. Gleichzeitig bleibt das Orchester seiner langjährigen Verpflichtung gegenüber dem musikalischen Nachwuchs treu: Beim Konzert „Sterne von morgen” am 13. Juni erhalten junge Künstlerinnen und Künstler jene Bühne, auf der sich Talent in Reife verwandeln kann, ein Format, das längst Tradition besitzt und aus dem bereits internationale Karrieren hervorgegangen sind.

In Basarstimmung

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Michael Prock ist Politik-Leiter bei den VN, Vater einer sechsjährigen Tochter, Fußballer und ein großer Freund der Popkultur. Seinen jeden Freitag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

Ein Blick aus dem Fenster genügt: Der Winter hat sich verabschiedet. Ein paar Uneinsichtige ziehen zwar noch ihre letzten Schwünge auf den verbliebenen Pisten, aber im Tal hat sich die Sommerstimmung längst breitgemacht. Und mit ihr eine Erkenntnis, die Eltern jedes Jahr aufs Neue trifft: Der Kleiderschrank gehört dringend durchforstet.Passen die alten Kleider noch? Die Hosen? Und seit wann ist das Fahrrad eigentlich zu klein? Sich für Kinder mit Neuware einzudecken ist zwar manchmal sinnvoll, fühlt sich aber oft an wie ein Investment mit extrem kurzer Laufzeit. Mode- und Spielzeugbasare gehören deshalb zum Frühling wie Public Viewings zur Fußball-WM – nur mit weniger Fahnen, dafür mehr Gummistiefeln. An diesem Wochenende mache ich mich selbst auf den Weg, bewaffnet mit Hoffnung, Geduld und vermutlich zu wenig Bargeld.
Fix ist: Ich fahre nach Dornbirn zu den Schnäppchentagen. Außerdem versuche ich, am Samstagvormittag den Spielzeug- und Kleiderbasar in Alberschwende und die Kleider- und Spielzeugbörse in Göfis irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Danach heißt es aussortieren. In der Woche darauf kann ich die schönen, aber leider nicht mehr passenden Kleidungsstücke beim Kolping-Kinderbasar in Dornbirn verkaufen. Ein Kreislauf, der fast schon philosophische Züge hat. Oder ich mache es mir einfach: Ich schnappe mir meine Tochter, ignoriere den Kleiderschrank und wir spazieren zur Eisdiele. Denn angeblich wird es danach wieder kalt. Der Winter hat sich nämlich vielleicht verabschiedet – aber ganz gegangen ist er offenbar noch nicht.

Photoshop statt Dunkelkammer

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Andreas Scalet ist Leiter der VN-Wirtschaftsredaktion und beobachtet den Wandel in der Wirtschaft und Arbeitswelt in Vorarlberg und der Welt seit vielen Jahren.

Das Museum des Wandel in der Arbeiterkammer Vorarlberg in Feldkirch dokumentiert, wie sich unsere Arbeitswelt in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat – es zeigt aber auch, dass viele Berufe überflüssig wurden und damit verschwunden sind. Derzeit ist während der Öffnungszeiten der Arbeiterkammer, aber auch bei Veranstaltungen die 13. Ausstellung des Museums des Wandels zu sehen, und die betrifft unsere Branche. In der Medienbranche und Druckbranche ist kein Stein auf dem anderen geblieben, derzeit sorgt die Künstliche Intelligenz für den nächsten fundamentalen Entwicklungsschritt. Der Fotograf Christian Stuppner kann davon berichten, wie sich sein Berufsleben gewandelt hat – von den frühen Jahren des analogen Handwerks in der Dunkelkammer über die Einführung der digitalen Bildbearbeitung bis hin zur Gestaltung von kompletten Zeitungsseiten am Bildschirm. Stuppner hat zahlreiche Schlüsselmomente der Entwicklung in der Fotografie und im Zeitungsdruck erlebt. Seine Geschichte ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Transformation eines Berufs, der durch Digitalisierung, neue Technologien und sich wandelnde Arbeitswelten tiefgreifend verändert wurde.

Christian Stuppner: Photoshop statt Dunkelkammer, Ausstellung ab 19. 3. 26 im Foyer der AK Vorarlberg in Feldkirch / Mo – Fr, 9 – 18 Uhr.