Knochenfunde verzögern Nahwärme-Ausbau

Nach Knochenfunden werden die Arbeiten in Nenzing archäologisch begleitet fortgesetzt.
Nenzing Bei Grabungsarbeiten für die neue Nahwärmeleitung in der Landstraße sind zwischen Pfarrhaus und Volksschule menschliche Knochen freigelegt worden. Die Marktgemeinde Nenzing unterbrach die Bauarbeiten daraufhin vorübergehend und verständigte das Bundesdenkmalamt.
Die Fundstelle wurde von Mag. Thomas Bachnetzer vom Bundesdenkmalamt, Abteilung Archäologie, gemeinsam mit Archäologe Martin Gamon untersucht. Nach der fachlichen Begutachtung wurden die weiteren Schritte abgestimmt. Ab Dienstag, 14. Juli, können die Arbeiten unter archäologischer Begleitung fortgesetzt werden. Ein Expertenteam wird die Grabungen begleiten und die Funde dokumentieren sowie fachgerecht bergen.
Die Marktgemeinde steht während der Bauarbeiten in engem Austausch mit dem Bundesdenkmalamt. Ziel ist es, den Ausbau des Nahwärmenetzes planmäßig fortzuführen und gleichzeitig den archäologischen Anforderungen Rechnung zu tragen.
Die Erweiterung des Nahwärmenetzes zählt zu den bedeutenden Infrastrukturprojekten der Gemeinde und soll die nachhaltige Energieversorgung in Nenzing weiter stärken. Sollten sich aus den Untersuchungen weitere relevante Erkenntnisse ergeben, will die Marktgemeinde darüber informieren.