“Das Herz der Firmengruppe kann weitermachen”

08.09.2026 • 15:19 Uhr
"Das Herz der Firmengruppe kann weitermachen"

Sanierungsplan der Waibel Floristik angenommen. Damit steigen Chancen für Betriebe in Mäder.

Mäder, Münchendorf Nachdem die Firmengruppe Waibel für vier Unternehmen (Rosen Waibel Handels GmbH und Waibel Produktions GmbH in Mäder, Waibel Floristik GmbH und Rosen Waibel Münchendorf GmbH in Niederösterreich) jeweils ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt hatte, gibt es nun erste positive Nachrichten.

20-Prozent-Quote

Bei der Sanierungsplantagsatzung der Waibel Floristik GmbH am 8. September am Landesgericht Wiener Neustadt wurde der eingebrachte Sanierungsplan angenommen. Er sieht für die Gläubiger eine Quote von 20 Prozent vor, die innerhalb von zwei Jahren bezahlt werden soll. Ausschlaggebend für die Zustimmung war, dass die Erfüllbarkeit bei einer planmäßigen Entwicklung des Unternehmens als möglich eingeschätzt wird.

Gute Chancen für Betriebe im Land

Damit kann das Unternehmen, das im Bereich Floristik und Blumenhandel tätig ist, fortgeführt werden. Insgesamt wurden Forderungen in Höhe von 4,1 Millionen Euro angemeldet. Für die Erfüllung des Sanierungsplans sind laut Gericht Forderungen in Höhe von drei Millionen Euro zu berücksichtigen. “Die Waibel Floristik ist das Herz der Firmengruppe. Wenn sie weitergeführt werden kann, haben auch die beiden Betriebe in Mäder gute Chancen”, sagt Marco Waibel.

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Liegenschaft wird veräußert

Bei der Liegenschaftsgesellschaft, der Rosen Waibel Münchendorf GmbH, wurde der Sanierungsplan wie berichtet zurückgezogen. Grund dafür sei laut Waibel das zu hoch angesetzte Wertgutachten für die Liegenschaft, mit dem eine 100-Prozent-Quote nicht darstellbar gewesen wäre. Das Verfahren wird damit als Konkursverfahren fortgeführt. Das Gebäude soll nun über die Ediktsdatei zum Verkauf angeboten und verwertet werden.