Von Wasserfarben zu Öl und Tiefdruck

OP / 06.04.2022 • 17:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Über die Jahre hat Günter Fraisl seiner künstlerischen Ader mit verschiedensten Medien Ausdruck verliehen. AME
Über die Jahre hat Günter Fraisl seiner künstlerischen Ader mit verschiedensten Medien Ausdruck verliehen. AME

Günter Fraisl blickt eine auf beachtliche
künstlerische Entwicklung zurück.

Kunst Angefangen hat alles mit dem Verschönern der Kinderzimmer mit verschiedensten Tieren, für der bis zu seiner Pensionierung hauptberuflich als Logistiker tätige Gisinger Günter Fraisl Wasserfarben einsetzte. Das ging so lange, bis ihm seine Frau Irene Deckfarben kaufte und er damit auf Holztafeln malte. Später stellte er um auf Öl, arbeitete aber auch mit Acrylfarben, bis er Ende der 80er-Jahre seine Begeisterung für die Aquarellmalerei entdeckte. Bei einem Kurs, den auch seine Gattin absolvierte, lernte er schließlich Friedl Beller aus der „Montibeller-Gruppe“ („Malgrund“) kennen. Über die „Farbenlaube“ von Heinz Mathis (heute als der Baumfotograf und -spezialist Conrad Amber bekannt) traf er den Montafoner Künstler Roland Haas und über diesen wiederum den mittlerweile verstorbenen Konrad Planegger. Mit beiden ging es auch viel „in die Natur hinaus“. Zwei Mal besuchte Fraisel einen zweiwöchigen Malkurs in der Südsteiermark, ab dem Jahr 1991 dann jedes Jahr. „Da sind richtige Freundschaften entstanden, wir sind auch über den Kurs hinaus miteinander malen gegangen, auch ins Piemont oder die Schweiz“, berichtet Fraisl.

Kurse bei Restaurator

Im Jahr 2000 wurde der Künstler von der Südtiroler Sommerakademie Bruneck zum Einstieg in die Druckgrafik angeregt. Dort lernte der den Südtiroler Armin Zingerle kennen, der selbstständiger Restaurator ist und in seiner Werkstatt zehntägige Kurse für vier bis sechs Teilnehmer durchführt. So lernte der talentierte Gisinger zwei Tiefdrucktechniken: zum einen den Umgang mit der Kaltnadel für einfärbige sowie das Ätzen von mehreren Kupferplatten (eine für jede Farbe) von mehrfärbigen Bildern.

Bevorzugte Motive von Günter Fraisl sind Bäume, Blumen, Landschaften bzw. überhaupt Naturthemen. Aber auch Stillleben oder Bauten und Bauensembles gehören zu seinem Repertoire. „Es ist immer ein schöner Ausgleich zur Arbeit gewesen“, erinnert er sich. Für die erste Ausstellung konnte er das Hotel Bären gewinnen, weitere fanden im großen und prächtigen Garten der Fraisls statt. Der ist mit seinen Blumen, Sträuchern, Obstbäumen und Gemüsebeeten sowie dem Treibhaus die ideale Kulisse für Ausstellungen. Die Blumen sind aber das Reich seiner Gattin Irene, „ich bin nur der Rasendoktor“ untertreibt der in Sachen Obst und Gemüse sehr rührige Pensionist.

Richtig abschalten konnte er auch beim Schach, beim Feldkircher Schachclub bekleidete er mehrere Funktionen, auch die des Obmanns. AME

Den eigenen Garten nutzt Günter Fraisl gerne auch als Ausstellungsfläche.
Den eigenen Garten nutzt Günter Fraisl gerne auch als Ausstellungsfläche.
Bevorzugte Motive des Künstlers sind Bäume, Blumen und Landschaften.
Bevorzugte Motive des Künstlers sind Bäume, Blumen und Landschaften.

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