Eine Million Pilger erwartet

Politik / 18.03.2013 • 22:48 Uhr

Rom rüstet sich für die Amtseinführung des Papstes. Auch orthodoxer Patriarch reist an.

Rom. (VN-tm) Eine Million Pilger. Darauf hat sich Rom eingestellt. Auch wenn der Pressesprecher des Vatikan, Federico Lombardi, zur Vorsicht mahnt. Ihm würden schon 250.000 Besucher bei der Amtseinführung „seines“ Papstes genügen. Aber die Welt liebt Superlative. Deshalb soll es eine Million werden, die heute zuschaut, wenn Papst Franziskus auf dem Stuhl Petri Platz nimmt. Was wird er diesmal Unerwartetes tun? Aus dem Papamobil entfleuchen? Oder erneut die vorbereitete Predigt demonstrativ zur Seite legen und lieber eine Geschichte erzählen? Das Publikum wäre auserlesen wie nie. 130 internationale Delegationen, 180 Kardinäle. Da hält selbst die Ewige Stadt für einen Augenblick die Luft an.

Mugabe als Ehrengast

Auch wenn nicht alle Ehrengäste sich mit Ruhm bekleckert haben. Dass etwa der 89-jährige Präsident von Simbabwe, Robert Mugabe, anreist, daran hat man sich schon gewöhnt. Der Mini-Kirchenstaat in Rom ist das einzige Fleckchen EU, das der grausame Diktator besuchen darf. Und es kommen ja davon abgesehen sehr honorige Persönlichkeiten nach Rom wie US-Vizepräsident Joe Biden und Bundeskanzlerin Angela Merkel und natürlich Bundespräsident Heinz Fischer an der Spitze einer vielköpfigen österreichischen Delegation. Dass der orthodoxe Patriarch von Konstantinopel, Bartholomäus I., an der zweistündigen Messe auf dem Petersplatz teilnimmt, demonstriert die wachsende Nähe beider Kirchen zueinander.

Der Papst wird also gegen 8.45 Uhr mit dem Papamobil zu einer langen Fahrt auf den Petersplatz aufbrechen. Die Zeremonie wird am Grab des Apostels Petrus unter dem Hauptaltar beginnen und auf dem Petersplatz fortgesetzt, der nach alter Tradition auch der Ort des Martyriums des ersten „Papstes“ war. ##Thomas Matt##

Die Insignien des Papstes

» Der Fischerring ist seit dem 14. Jahrhundert der Amtsring des Papstes. Der Ring, den Franziskus tragen wird, gehörte dem 1978 verstorbenen Papst Paul VI. und besteht aus vergoldetem Silber.

» Das Pallium ist eine ringförmig um die Schulter getragene Stola. Ein weißes Wollband, bestickt mit sechs Seidenkreuzen. Das Pallium verweist auf die Funktion des Papstes als oberster Hirte der katholischen Kirche.

» Der Kreuzstab ist schon seit dem 7. Jahrhundert in der westlichen Kirche das Zeichen der Äbte und Bischöfe.