Sozialdemokraten machen sich für leistbares Wohnen stark

Politik / 23.08.2019 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
SP-Parteichef Martin Staudinger (l.) und Klubobmann Michael Ritsch werfen sich im Landtagswahlkampf auch für leistbares Wohnen ins Zeug. VN

Leistbares Wohnen muss in Vorarlberg möglich sein: Sozialdemokraten machen sich dafür stark.

Bregenz Vor allem jungen Familien sei es nicht mehr möglich, im Hinblick auf ihre Wohnkosten finanziell über die Runden zu kommen. Auch aus einer Arbeit ein Grundstück zu erwerben und den Bau eines Hauses zu bezahlen, sei kaum mehr jemandem möglich, sagen Staudinger und Ritsch. Sie schlagen ein regelrechtes Maßnahmenbündel vor, um das Problem bekämpfen zu können. Beispiel dafür: Gemeinden besitzen Grundstücke, die sie umwidmen und dann auf den Markt bringen sollten. Und zwar, so Staudinger, „an solche Bauträger, mit denen auch vereinbart wird, dass entsprechend gemeinnützige und günstige Wohnungen gebaut werden. Denn diese Umwidmungsgewinne dürfen nicht privatisiert werden.“

Eklatant hohe Mieten im Rheintal

Im Rheintal liege die Miete für eine 50-Quadratmeter-Wohnung zwischen 750 und 1000 Euro, fügte Ritsch hinzu. „Gerade für junge Menschen ist dies unbezahlbar. Er schlägt deshalb vor, „die Miete zu stützen runter auf sieben Euro pro Quadratmeter. Das heißt, eine 50-Quadratmeter-Wohnung würde diese jungen Menschen 350 Euro kosten, befristet auf sieben Jahre.“ Auch eine Einkommensgrenze von 1500 Euro netto für Einzelpersonen und 2200 Euro netto für Paare schlägt der Klubchef vor. Mit einem solchen Modell, so sind Staudinger und Ritsch überzeugt, könnte jungen Menschen finanziell unter die Arme gegriffen werden. Auch der Hortung von Bauland wollen die Sozialdemokraten den Kampf ansagen und schlagen konkrete Maßnahmen vor. Ritsch: „Es kann nicht sein, dass ein einziger Unternehmer in Vorarlberg mehr gewidmetes Bauland in seinem Eigentum hat als die gesamte Vogewosi.“ Darüber hinaus präsentierten die beiden auch Ideen, die auf der Bundesebene zur Umsetzung kommen sollten. Dazu zählt auch die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf den Mieten. Mieter könnten sich ihren Berechnungen zufolge pro Jahr eine Monatsmiete sparen.