Vorarlberg bleibt klares Van der Bellen-Territorium

Politik / 09.10.2022 • 18:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Anhänger von Alexander Van der Bellen bei seinem ersten Statement über Video am Sonntag,  nach den ersten Hochrechnungen beim Wahlfest "Gemeinsam für Van der Bellen" in Wien. <span class="copyright">APA/GEORG HOCHMUTH</span>
Anhänger von Alexander Van der Bellen bei seinem ersten Statement über Video am Sonntag, nach den ersten Hochrechnungen beim Wahlfest "Gemeinsam für Van der Bellen" in Wien. APA/GEORG HOCHMUTH

Erreichte im ersten Wahlgang der Bundespräsidentenwahl einen Stimmanteil von knapp 60 Prozent.

bregenz Für Bundespräsident Alexander Van der Bellen bleibt Vorarlberg ein erfolgreicher Boden. Beim ersten Wahlgang der Bundespräsidenten-Wahl 2022 entschied er das Votum klar für sich und erreichte im Österreich-Vergleich ein überdurchschnittliches Resultat. Nach Auszählung aller Stimmen (ohne Wahlkarten) kam er auf einen Stimmenanteil von 59,83 Prozent. Am nächsten kam ihm noch FPÖ-Kandidat Walter Rosenkranz (18,03 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 44,1 Prozent (2016: 54,9).

Den ersten Wahlgang 2016 hatte Van der Bellen in Vorarlberg noch gegen den damaligen FPÖ-Politiker Norbert Hofer verloren, allerdings knapp – nämlich um rund 1.500 Stimmen bzw. einen Prozentpunkt (Van der Bellen: 29 Prozent; Hofer 30 Prozent). Auf die prozentuelle Zustimmung bezogen legte Van der Bellen am Sonntag um 30 Prozentpunkte zu.

War schon Rosenkranz abgeschlagen, lagen die anderen Kandidaten noch weiter zurück: Auf Platz drei folgte Bierpartei-Chef Dominik Wlazny mit 8,59 Prozent, der ehemalige FPÖ/BZÖ-Politiker Gerald Grosz kam auf 5,49 Prozent. Knapp wurde es zwischen Tassilo Wallentin (3,25 Prozent) und MFG-Kandidat Michael Brunner (3,19 Prozent). Die wenigsten Stimmen verbuchte Unternehmer Heinrich Staudinger mit 1.909 – das entsprach einem Stimmenanteil von 1,59 Prozent.

Der amtierende Bundespräsident Van der Bellen entschied die Wahl in allen 96 Vorarlberger Gemeinden für sich – in 55 Kommunen lag er über 60 Prozent Stimmenanteil, den größten Zuspruch erhielt er in Lech am Arlberg mit 83,0 Prozent und Damüls (Bregenzerwald) mit 80,7 Prozent. Lediglich im Montafon – in Gaschurn (44,3 Prozent) und Silbertal (49,4 Prozent) – blieb Van der Bellen unter der 50 Prozent-Marke. Walter Rosenkranz schaffte es zwei Mal über die 30 Prozent-Marke, in Dünserberg (Bezirk Feldkirch) mit 37,5 Prozent und in Silbertal (30,2 Prozent). Umgekehrt blieb er in sechs Kommunen einstellig mit seinem persönlich schlechtesten Resultat in Schröcken (Bregenzerwald, 5,63 Prozent).

Wlazny erhielt in 13 Gemeinden eine Zustimmung im zweistelligen Prozentbereich (Höchstwert: Viktorsberg im Bezirk Feldkirch, 13,7 Prozent), in Fontanella im Großwalsertal blieb es bei 1,2 Prozent Stimmenanteil. Grosz schaffte in Schröcken 12,7 Prozent, in Lech am Arlberg 0,97 Prozent. Wallentins Bestmarke (8,2 Prozent in Warth im Bregenzerwald) lag deutlich über jener von Brunner (7,1 Prozent in Sonntag im Großwalsertal), beide verzeichneten in jeweils drei Kommunen einen “Nuller”. Staudingers 5,81 Prozent in Sonntag standen fünf Gemeinden gegenüber, in denen er ohne Stimme blieb.

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