Politik in Kürze

Mindestens 330 Tote bei Protesten im Iran
Teheran Bei den seit zwei Monaten laufenden Protesten im Iran sind nach Einschätzungen von Menschenrechtlern mindestens 330 Menschen getötet worden. Unter den Toten seien auch 50 Minderjährige und 39 Sicherheitskräfte, berichtete die Organisation Human Rights Activists News Agency (HRANA). Fast 15.000 Menschen seien zudem festgenommen worden. Die Proteste erfassten seit ihrem Beginn Mitte September demnach mehr als 130 Städte im Land. Auslöser war der Tod der 22 Jahre alten iranischen Kurdin Mahsa Amini, die in Polizeigewahrsam starb.
Netanjahu bildet neue Regierung Israels
Jerusalem Israels Präsident Isaac Herzog will Ex-Regierungschef Benjamin Netanjahu am Sonntag den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen. Wie das israelische Präsidialamt mitteilte, schloss Herzog die Gespräche mit den Abgeordneten der im Parlament vertretenen Parteien bereits ab. Dabei habe sich eine Mehrheit von 64 Abgeordneten dafür ausgesprochen, Netanjahu mit der Regierungsbildung zu beauftragen. Der 73-jährige Netanjahu hat dann vier Wochen Zeit für die Regierungsbildung.