Tote in der Türkei und in Syrien

Politik / 22.11.2022 • 22:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Erst Anfang der Woche wurde die Türkei von Syrien aus beschossen.AFP
Erst Anfang der Woche wurde die Türkei von Syrien aus beschossen.AFP

Ankara geht weiter militärisch im Norden Syriens vor.

Ankara Kurz nach dem Bombenanschlag in Istanbul spitzt sich der militärische Schlagabtausch zwischen der Türkei und Kurden-Milizen in Syrien weiter zu. Die Türkei macht die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die syrische Kurdenmiliz YPG für den Anschlag verantwortlich. Diese weisen jede Verantwortung für die Explosion zurück, bei der sechs Menschen getötet wurden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan plant nun Bodenoffensiven.

Die Entscheidung für die nunmehr fünfte Syrien-Offensive traf Erdogan offenbar im Flugzeug. Laut Präsidialamt unterschrieb er die Anordnung auf dem Rückweg vom G20-Gipfel in Bali. Seit Jahresbeginn läuft eine separate Offensive im Nordirak. Die Türkei unterhält dort seit 2016 mehrere Militärposten. Die türkische Armee hat nach eigenen Angaben seit Beginn der neuerlichen Militäroffensive in Syrien und im Irak 184 „Terroristen neutralisiert“. Den Begriff verwenden Regierung und Streitkräfte der Türkei auch für kurdische Gruppen, die zuletzt in beiden Nachbarländern attackiert wurden. Das türkische Verteidigungsministerium sprach in der Nacht auf Dienstag von Angriffen auch aus der Luft. 

Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte von mindestens 35 Toten infolge der neuen Militäroffensive berichtet – darunter auch Zivilisten. 

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