Wärmeversorgung in Kiew wiederhergestellt

Politik / 18.12.2022 • 22:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Stromausfall und Schneesturm: Die russischen Angriffe dienen wohl dazu, die Kriegsmüdigkeit der Ukraine zu erhöhen und sie zur Aufgabe zu bewegen.AP
Stromausfall und Schneesturm: Die russischen Angriffe dienen wohl dazu, die Kriegsmüdigkeit der Ukraine zu erhöhen und sie zur Aufgabe zu bewegen.AP

Ein Drittel der ukrainischen Hauptstadt bleibt noch ohne Strom.

Kiew, Moskau Zwei Tage nach den russischen Raketenangriffen ist die Wärmeversorgung in Kiew nach Behördenangaben weitgehend wiederhergestellt. Die kommunale Wohnungsverwaltung werde im Laufe des Tages noch in einzelnen Häusern arbeiten, wo Probleme auftauchen könnten, teilte Bürgermeister Witali Klitschko gestern mit. Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat unterdessen seinen Truppen in der Ukraine einen Besuch abgestattet.

Am Freitag hatte die russische Armee erneut massive Raketenangriffe auf die Ukraine gestartet. Insgesamt feuerte das russische Militär mehr als 70 Raketen auf das Nachbarland ab. Nachdem kritische Infrastrukturobjekte getroffen wurden, fiel die Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung der Hauptstadt aus. Am Samstagabend war noch ein Drittel der ukrainischen Hauptstadt mit ihren rund drei Millionen Einwohnern ohne Strom. Dem Versorger Yasno zufolge ist die Situation “schwierig und kritisch”, die Stromversorgung verbessere sich aber allmählich wieder. Russland hatte erneut massiv die Energieinfrastruktur in der Ukraine mit Raketen angegriffen. Dies führte landesweit zu Ausfällen bei der Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung.

Insgesamt dauert der russische Angriffskrieg inzwischen fast 300 Tage. Nach einer Reihe schmerzhafter militärischer Niederlagen und einer Explosion auf der für Russland strategisch wichtigen Brücke zur seit 2014 von Moskau annektierten Halbinsel Krim hat die russische Führung im Herbst damit begonnen, gezielt die zivile Infrastruktur zu beschießen.

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