Kämpfe trotz Putins Waffenruhe

Politik / 06.01.2023 • 22:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Diese Kinder lassen sich trotz der andauernden Kämpfe nicht vom gemeinsamen Spielen abbringen.REUTERS
Diese Kinder lassen sich trotz der andauernden Kämpfe nicht vom gemeinsamen Spielen abbringen.REUTERS

Beide Seiten berichteten von Angriffen des Gegners.

Kiew In der Ukraine ist es trotz der von Kremlchef Wladimir Putin einseitig verkündeten eineinhalb Tage langen Waffenruhe zu erneuten Kämpfen gekommen. Die Ukraine, die die Feuerpause anlässlich des orthodoxen Weihnachtsfests als heuchlerisches Ablenkungsmanöver der russischen Angreifer ablehnt, erklärte am Freitag, ihre Soldaten hätten vor allem im östlichen Donezker Gebiet wieder angegriffen. Angegriffene russische Truppen erwiderten Moskau zufolge auch das Feuer.

„Auf diese Weise gratulieren sie den Besatzern zum bevorstehenden Weihnachten!“, erklärte das Verteidigungsministerium in Kiew zu den Angriffen der eigenen Truppen. In der Kleinstadt Bahmut seien Stellungen der Russen mit 120-Millimeter-Mörsergranaten als „Geschenk“ beschossen worden. „Der Widerstand geht weiter, bis der letzte russische Eindringling auf ukrainischem Boden getötet ist!“, hieß es in der Mitteilung aus Kiew.

Die von Putin einseitig angekündigte Feuerpause ab Freitagmittag wäre die erste Waffenruhe entlang der gesamten Frontlinie seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar vergangenen Jahres gewesen. Für rund zwei Stunden galt am Freitag für die gesamte Ukraine trotz der Waffenruhe Luft­alarm. Der Auslöser dafür sollen Medienberichten zufolge mehrere über dem benachbarten Belarus aufgestiegene russische Flugzeuge gewesen sein, die Angst vor neuen Angriffen schürten. Das russische Militär wiederum warf der ukrainischen Seite Angriffe vor. Obwohl sich das russische Heer an die Feuerpause halte, habe die Ukraine weiter mit Artillerie auf Ortschaften und Positionen gefeuert.

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