Hinter den Kulissen: Warum Kopf sauer auf Wallner ist

Politik / 02.01.2026 • 11:56 Uhr
Landeshauptmann Wallner und Nationalrat Kopf wollen, dass sich ganz Österreich beim Wachstum Vorarlberg annähert.  Foto: Sams
Karlheinz Kopf wäre auch gerne bei dieser Bekanntgabe neben Markus Wallner gestanden. Vor allem hätte er aber gerne gehabt, dass davor alle Fragen geklärt sind. VN/Sams

Alleingang des Landeshauptmannes sorgt für Ärger in der Wirtschaftskammer.

Alleingang Wenn Politiker etwas Positives zu verkünden haben, kann das Rampenlicht nicht hell genug sein. Nicht nur auf Spatenstichfotos drängen sich Verantwortliche, auch bei Pressekonferenzen mit guten Nachrichten möchte jeder der Spitzen einen Satz beitragen. Kein Wunder, dass der Ärger groß ist, wenn eine Person allein den vermeintlichen Applaus der Öffentlichkeit einheimst.

Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP, 58) kündigte im VN-Interview an, dass die “Gascht” von Hohenems nach Bregenz wandert und 13 bis 15 Millionen Euro dafür investiert werden. Nicht nur das Land steckt Geld in die Ausbildung der Tourismus- und Gastronomiefachkräfte. Auch die Wirtschaftskammer Vorarlberg zahlt jährlich einen sechsstelligen Betrag, zukünftig könnte es ein siebenstelliger sein. Deshalb dürfte man in der Chefetage nach dem VN-Artikel mehr als nur verschnupft gewesen sein, als Wallner den Ausbau ankündigte. WKV-Präsident Karlheinz Kopf (ÖVP, 68) soll mächtig sauer über den Alleingang Wallners gewesen sein. Zwar nicht unbedingt, weil er mit den Partnern nicht abgesprochen gewesen sein soll. Sondern vor allem, weil noch zahlreiche Detailfragen zwischen Wirtschaftskammer, Land und Diözese offen wären, erzählt man sich in den Fluren der Wirtschaftskammer. Die Involvierten haben also einiges zu klären, bevor sie sich nebeneinander aufs Spatenstichfoto stellen.