Schetteregg vor dem drohenden Aus: Das sagt die Gemeinde Egg

Politik / 24.02.2026 • 20:55 Uhr
Schetteregg vor dem drohenden Aus: Das sagt die Gemeinde Egg
Mit 28. Februar wird der Betrieb eingestellt. Ob man noch vor dem 31. März eine Lösung findet, ist derzeit nicht absehbar. VN/Rauch

Schetteregg verabschiedet sich mit Petition und Fackellauf. Die Gemeinde will vermitteln, ist aber grundsätzlich für das Sommerkonzept von Jürgen Sutterlüty und Elias Schwärzler.

Egg Am 1. März wird der Betrieb im Skigebiet Schetteregg eingestellt, es droht der Konkurs, wenn man sich nicht mit einigen Grundstückseigentümern einigen kann. Online sammelt Schetteregg nun Unterschriften, um den Rückhalt in der Bevölkerung zu demonstrieren. Mit einem Fackellauf am 28. Februar will man sich verabschieden.

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Viele in und um Egg waren Genossenschafter der Schetteregg, darunter Unternehmer, Gastronomen – und die Gemeinde Egg selbst. Das Leben im Natur- und Freizeitraum Schetteregg solle erhalten bleiben, betont der Gemeindevorstand gegenüber den VN. Entsprechend froh war man über Sutterlütys Angebot.

Egg steht hinter Sommerbetrieb

Nun stelle sich natürlich die schwierige Frage, was das optimale Angebot für die Region ist, räumt die Gemeinde ein. Dies gilt auch für die Vereinbarkeit von Alpwirtschaft und anderen Bewirtschaftungsoptionen. “Das Schlimmste, das passieren kann, ist, dass Schetteregg stirbt”, betont die Gemeinde. Es sei kaum abschätzbar, was ein Ende des Skigebietes für die Region bedeuten würde: Nicht nur, dass es eine unkomplizierte und kostengünstige Möglichkeit biete, Kindern das Skifahren zu vermitteln. Das Ende des Freizeitangebots und damit des Wintersports in der Region würde die Gastronomie und Hotellerie in Schetteregg und darüber hinaus vor Herausforderungen stellen.

Auch wenn es für manche wünschenswert wäre, dass es beim kleinen Skigebiet bleibe, verhindere der Klimawandel eine wirtschaftliche Nutzung. “Ohne Sommerbetrieb gibt es keinen Winterbetrieb in Schetteregg”, ist die Gemeinde Egg überzeugt. Sie stellt hier 90 Tage Winterbetrieb sieben bis acht Monaten Sommerbetrieb gegenüber, die sich bei den Gesamtbesucherzahlen wohl die Waage halten würden. In den Wintermonaten zählt Schetteregg 45.000 Tagesgäste. Für die Sommerpläne streben die Betreiber bis 2029 an die 500 Besucher pro Tag an.

Kein Weiter wie bisher

Einerseits würde sich die Besucherzahl pro Tag damit wohl unter jenen im Winter bewegen. Andererseits brauche es auch ein entsprechend attraktives Angebot, damit solche Besucherzahlen erreicht würden. “Damit diese Personenzahl erreicht wird, braucht es einen attraktiven Sommerbetrieb – für Einheimische und für Gäste, attraktiv für unterschiedliche Altersstufen, attraktiv für unterschiedliche Ansprüche und sportliche Leistungsniveaus”, erklärt die Gemeinde Egg. Eine Vielseitigkeit, die das Sommerkonzept zu versprechen scheint.

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Die Gemeinde wolle nun vermitteln, um Gespräche und den Erhalt des Freizeitgebietes Schetteregg zu ermöglichen. “Wir als Gemeindeverantwortliche haben Verständnis, dass es für manche Grund- und Alpbesitzer:innen die aktuell liebste Variante wäre, den Status quo zu erhalten. Tatsache ist, dass es – wie dargelegt – diese Variante nicht gibt: Ohne Ausbau des Betriebs zu einem Ganzjahresbetrieb wird der komplette Betrieb eingestellt”, warnen die Gemeindevorstände.

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Ihre Hoffnung sei, dass man nun persönliche Wünsche Einzelner über den Fortbestand des Skigebietes stelle. “Sehen wir alle das große Ganze und tun wir das, was in unserer Macht steht, um Schetteregg als Natur- und Freizeitgebiet zu erhalten.”

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