Verfahren gegen KuGes-Geschäftsführerin Monika Wagner eingestellt

Nach Prüfung der Anzeige sei kein strafrechtlich relevanter Vorsatz nachweisbar.
Feldkirch Die Staatsanwaltschaft Feldkirch wird im Fall der Anzeige wegen des Verdachts der Urkundenfälschung gegen Monika Wagner, Geschäftsführerin der Vorarlberger Kulturhäuser-Betriebsgesellschaft, keine weiteren Ermittlungen führen. Das bestätigte die Behörde gegenüber dem ORF Vorarlberg. Nach Prüfung der Anzeige sei kein strafrechtlich relevanter Vorsatz nachweisbar, erklärte Sprecherin Karin Dragosits. Damit konnte aus Sicht der Staatsanwaltschaft offenbar nicht ausgeschlossen werden, dass es sich bei der Verwendung der digitalen Signatur um ein unbeabsichtigtes Versehen gehandelt haben könnte.
Die Anzeige war am 10. Mai von der damaligen Landestheater-Intendantin Stephanie Gräve eingebracht worden. Sie warf Wagner vor, bei der Erstellung eines Vertrags unerlaubt ihre digitale Unterschrift verwendet zu haben. Kurz darauf wurde Gräve vom Land bei vollen Bezügen mit sofortiger Wirkung freigestellt. Als Begründung wurde damals angeführt, dass die notwendige Vertrauensbasis für eine weitere professionelle Zusammenarbeit nicht mehr gegeben sei. Auch vonseiten der KuGes hieß es, Gräve sei von ihren Aufgaben entbunden worden, weil eine Fortsetzung der Zusammenarbeit unter diesen Umständen nicht mehr möglich erscheine.
Die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der KuGes, Claudia Voit, hatte bereits zuvor erklärt, Wagner habe nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Zugleich sprach sie der Geschäftsführerin ausdrücklich das Vertrauen aus. Mit der nun erfolgten Einstellung des Verfahrens ist der strafrechtliche Teil der Angelegenheit vorerst abgeschlossen, die organisatorischen Folgen für das Landestheater bleiben jedoch weiterhin offen.
Unklar ist insbesondere, wer die Intendanz des Vorarlberger Landestheaters interimistisch übernehmen soll. Eine Entscheidung dazu wurde bisher nicht bekannt gegeben. Möglicherweise könnte es am Dienstag nähere Informationen geben, wenn das Haus im Rahmen einer Pressekonferenz das Programm für die Saison 2026/27 vorstellen wird. Anstelle der weiterhin freigestellten Stephanie Gräve sollen die leitende Dramaturgin Juliane Schotte sowie KuGes-Geschäftsführerin Monika Wagner an dem Termin teilnehmen.