Landeshauptmann nach Einbruch in Bürs: “Ziel muss sein, früh Grenzen aufzuzeigen”

Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) fordert angesichts jüngster Fälle von Jugendkriminalität erneut eine Senkung der Strafmündigkeitsgrenze nach Schweizer Vorbild.
Bregenz Landeshauptmann Markus Wallner will sich erneut für eine Senkung der Strafmündigkeitsgrenze einsetzen: “Wir dürfen nicht zulassen, dass junge Straftäter ungehindert und ohne Konsequenzen auf Kosten der Allgemeinheit weitermachen und niemand mehr rechtzeitig gegensteuern kann.”
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Zur Begründung verweist der Landeshauptmann auf die Entwicklung in Vorarlberg. Die Zahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren sei von 3226 im Jahr 2016 auf 4339 im Jahr 2025 gestiegen. Das entspricht einem Plus von 34,5 Prozent.
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“Wir brauchen eine Senkung der Altersgrenze nach Schweizer Vorbild: also ein niedriges Alter, aber keine reine Haftlogik, sondern ein System mit klaren, wirksamen Maßnahmen”, betont Wallner. In der Schweiz können die Strafbehörden bereits ab dem zehnten Lebensjahr aktiv werden – setzen den Fokus dabei stärker auf erzieherische Maßnahmen statt Haftstrafen.
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Vorarlberg verfüge über gute Instrumente in der Jugendhilfe und Prävention, etwa das Projekt “Spurwechsel”. Diese Angebote müssten nach Ansicht des Landeshauptmanns aber früher ansetzen können. Auch die beim Landeskriminalamt angesiedelte neue Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Jugendkriminalität sei ein wichtiger Schritt, um entschlossen gegen Fehlentwicklungen vorzugehen.
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“Ziel muss sein, jungen Menschen früh Grenzen aufzuzeigen und Fehlentwicklungen rasch zu stoppen”, fordert der Landeshauptmann gesetzliche Rahmenbedingungen, die ein früheres Eingreifen der Behörden ermöglichen könnten.
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Seine Forderung will Wallner auch beim nächsten Vorarlberg-Besuch von Justizministerin Anna Sporer am 13. Juli ansprechen.