Gascht in Bregenz: Millionenprojekt mit Verspätung

Politik / 22.09.2026 • 14:04 Uhr
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Die Gascht wird Ende 2029 einziehen.Land Vorarlberg/7PRO.TV

Beteiligte unterzeichnen Absichtserklärung – Baustart ist für 2027, die Inbetriebnahme für Ende 2029 geplant.

Bregenz Die Gastgeberschule für Tourismusberufe (Gascht) soll in Bregenz ausgebaut werden. Am Dienstag unterzeichneten Land Vorarlberg, Wirtschaftskammer Vorarlberg, der Schulträgerverein Marienberg und die Diözese Feldkirch in der Villa Raczynski einen sogenannten Letter of Intent – also eine Absichtserklärung.

Damit werden die geplante Umsetzung, die Zusammenarbeit und die vorgesehenen Kostenbeiträge festgehalten. Die dritten und vierten Klassen sollen künftig am Campus Marienberg gebündelt werden. Die ersten und zweiten Klassen bleiben in Bezau und Bludenz. Die derzeit in Hohenems untergebrachten Klassen wechseln somit nach Bregenz.

Platzmangel als Auslöser

Die Standortsuche läuft seit Jahren. Der Hohenemser Gascht-Standort im WIFI war ursprünglich als Übergangslösung gedacht. Wegen der beengten Räumlichkeiten mussten etwa im Jahr 2024 mehr als 20 Bewerberinnen und Bewerber abgewiesen werden.

Am Campus Marienberg sind rund 3000 Quadratmeter Nettonutzfläche vorgesehen. Geplant sind Klassenräume, eine Lehrküche und Verwaltungsräume. Auch die Küche sowie Sanitär-, Garderoben- und Duschbereiche sollen erneuert werden.

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Die Verantwortlichen unterschrieben eine Absichtserklärung.Land Vorarlberg/7PRO.TV

Das Land will bis zu 11,1 Millionen Euro investieren, die Wirtschaftskammer zwei Millionen Euro beisteuern. Zusätzlich wurde beim Bildungsministerium eine Förderung beantragt.

Baustart 2027 geplant

Als nächste Schritte folgen Planung und Einreichung. Im zweiten Quartal 2027 sind Ausschreibungen und die Vorbereitung der Übersiedlung der Volksschule am Campus vorgesehen. Der Baustart soll im dritten Quartal 2027 erfolgen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme sind für das vierte Quartal 2029 geplant.

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Damit verschiebt sich der Termin gegenüber der früheren Ankündigung. Landeshauptmann Markus Wallner hatte Ende 2025 in den VN erklärt, die Planungen sollten im Laufe des Jahres 2026 abgeschlossen werden. Der Baubeginn sei für 2027 vorgesehen, der Einzug der Schülerinnen und Schüler für 2028. Im aktuellen Zeitplan des Landes ist die Inbetriebnahme nun erst für das vierte Quartal 2029 vorgesehen.

Die Gascht bleibt eine katholische Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht. Die Wahl des konfessionellen Standorts wurde auch kritisch gesehen. Befürworter verweisen auf die vorhandene Infrastruktur und die Möglichkeit, Ausbildung und Praxis am Campus besser zu verbinden.

Derzeit besuchen rund 300 Schülerinnen und Schüler die Gascht in Bludenz, Hohenems und Bezau. Rund 80 Prozent der Absolventinnen und Absolventen bleiben laut Landeskommunikation in der Tourismusbranche.

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