Landes-KI bringt Sausgruber zur FPÖ und Rüscher zur SPÖ

Der Erfindungsreichtum der Vorarlberger KI VOKI ist groß, auch wenn es um die Landesregierung geht.
Künstliche Unintelligenz Seit etwas mehr als einer Woche arbeitet die Vorarlberger Landesverwaltung mit einer eigenen KI. VOKI nennt sich die Landes-KI, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Leben erleichtern soll. Ob das schon überall gelingt, ist offen. Für Erheiterung sorgt VOKI jedenfalls bereits. Da wird Alt-Landeshauptmann Herbert Sausgruber (ÖVP, 80) zum FPÖ-Politiker, Landesrätin Martina Rüscher (ÖVP, 54) saß für die SPÖ in der Regierung. Und Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP, 59) ist eigentlich Landesamtsdirektor. Eine Karriere, die selbst für politische Verhältnisse bemerkenswert wäre.
Für Kritik sorgt vor allem, dass das chinesische KI-Modell Qwen von Alibaba verwendet wird. Zwar bringt es einige Vorteile – die das französische Modell Mistral aber auch bietet. Kein Wunder, dass sich die Bundesregierung für das europäische Modell entschieden hat. In Vorarlberg setzte man hingegen auf China-Technik. Das bringt führende Verwaltungsmitarbeiter im Intranet nicht nur dazu, den sofortigen Ausstieg zu fordern. Es liefert auch einen schönen Zeitvertreib, um den spröden Landhausalltag mit humoristischen Antworten aufzuhellen.
Auch Verena Pecher von der Freien Liste kommt darin vor: als Koalitionspartnerin und eine der Stellvertreterinnen von Landeshauptmann Markus Wallner. Sagt zumindest VOKI.