Dornbirns “Tormaschine” lehnte Profi-Angebote ab

Topstürmer bekennt sich klar zu den Rothosen und spricht offen über Zukunft.
Dornbirn Der FC Dornbirn kann weiterhin auf seinen Ausnahmestürmer bauen: Tamas Herbaly hat mehrere Angebote aus dem Profibereich bewusst ausgeschlagen und sich klar für einen Verbleib bei den Rothosen entschieden, womit der 29-jährige Ungar einmal mehr seine Verbundenheit mit dem Verein unterstreicht und gleichzeitig ein starkes Zeichen für Kontinuität setzt. In den vergangenen zwei Jahren wurde er mit 46 Toren in 49 Meisterschaftsspielen zur prägenden Figur im Offensivspiel und hat sich dabei den Ruf als Tormaschine eindrucksvoll erarbeitet.

“Jetzt merkt man die Entwicklung und es wird noch besser”, sagt Herbaly und beschreibt damit den Weg, den der Verein eingeschlagen hat und den er weiterhin mitgehen will, obwohl seine Leistungen längst auch über die Regionalliga hinaus Beachtung finden. “Ich kriege immer wieder Angebote, natürlich durch meine fantastische Statistik. Ganz normal, ich habe auch aus Ungarn, Deutschland und Österreich Angebote aus dem Profibereich bekommen”, erklärt der Kapitän offen und gibt Einblick in seine Situation, die für viele Spieler ein nächster Schritt wäre, für ihn aber aktuell nicht im Vordergrund steht.


“Entweder haben die Details nicht gepasst oder ich wollte am Ende nicht”, sagt Herbaly über gescheiterte Wechseloptionen und macht deutlich, dass für ihn mehr als nur ein Angebot zählt, entscheidend sei das Gesamtbild. “Ich glaube, das liegt immer an den Verhandlungen, an den Vereinbarungen, was man bieten kann, ob es von jeder Sicht passt”, erklärt der Goalgetter, der damit unterstreicht, dass sportliche, menschliche und wirtschaftliche Faktoren zusammenspielen müssen. Einen Wechsel in den Profifußball schließt er dennoch nicht kategorisch aus, bleibt dabei aber realistisch.

“Ich fühle mich sehr wohl in Dornbirn und da muss wirklich viel passieren, dass ich hier weggehe, oder es muss etwas richtig Gutes kommen”, sagt Herbaly und unterstreicht damit seine klare Haltung, die auch intern offen kommuniziert wurde. “Das weiß auch der Verein, auch die Vereinsführung und ich freue mich, dass ich da bin”, erklärt der Kapitän, der sich weiterhin voll mit den Zielen des Vereins identifiziert und entsprechend motiviert zeigt. Während auch abseits des Platzes Kontinuität herrscht, denn der gesamte Trainer- und Betreuerstab mit Cheftrainer Heinz Fuchsbichler, Co-Trainer Georg Margreitter, Tormanntrainer Marc Gasser sowie Athletikcoach Florian Winder und Physiotherapeut Gerhard Grossgasteiger dem Verein erhalten bleibt, wie Funktionär Robert Brzaj betont: “Wir wollen unseren kontinuierlichen Weg mit jungen Spielern aus Dornbirn und einer gesunden Mischung aus Routiniers weitergehen.” In erster Linie geht es bei den Rothosen darum, der beste Amateurklub Vorarlbergs zu sein und das auch in den nächsten Jahren – denn: Profifußball ist in Dornbirn aktuell kein Thema mehr. VN-TK
