Eklat beim FC Dornbirn: Torhüter widerspricht – Verein stellt Bedingung

Ein Posting sorgt beim FC Dornbirn für Eskalation. Verein und Tormann stehen sich aktuell unversöhnlich gegenüber.
Dornbirn Beim FC Dornbirn sorgt eine Suspendierung für großen Gesprächsstoff, nachdem Tormann Raphael Morscher mit deutlichen Worten gegen die Vereinsführung aufgetreten ist und in der Folge sportliche Konsequenzen ziehen musste. So stand der 27-Jährige beim letzten Heimspiel gegen Imst nicht mehr im Kader und wird auch am Sonntag beim Auswärtsspiel in Schwaz fehlen. Intern wird an einer Lösung gearbeitet.

Morscher selbst findet klare Worte für die Situation und sagt: “Ich fühle mich komplett hintergangen. So wie es abgelaufen ist, ist es inakzeptabel. Es gibt daher keine Entschuldigung von mir”, sagt Morscher. Worte, die die Tiefe des Konflikts erkennen lassen. Auslöser der Suspendierung war ein Social-Media-Posting, in dem der Tormann den Verantwortlichen mangelnden Charakter vorgeworfen hatte. Beim Verein stieß er damit auf wenig Verständnis, was schließlich zur Entscheidung führte, ihn vorerst nicht mehr einzusetzen. Besonders brisant erscheint der Zeitpunkt der Eskalation, denn erst nach der Verpflichtung von Sandro Eichhübl, der im Sommer als neue Nummer eins eingeplant ist, kam es laut Morscher überhaupt zu einem klärenden Gespräch mit der Clubführung, was der Torwart ebenfalls kritisch sieht und mit den Worten kommentiert: “Es ist eine Charaktersache.”

Bereits in der Vergangenheit hatte es offenbar Spannungen gegeben, denn Morscher berichtet, dass ihm zwei fixe Transfers verwehrt geblieben seien – konkret zu Hertha Wels sowie im Vorjahr zum SV Horn. Trotz der aktuellen Suspendierung bleibt der Tormann vorerst Teil des Trainingsbetriebs und wird weiterhin mit der Mannschaft arbeiten, auch wenn er zuletzt eine leichte Verletzung am Sprunggelenk erlitten hatte. Trainer Heinz Fuchsbichler zeigt sich von den Vorgängen enttäuscht, betont aber gleichzeitig, dass die Tür für eine Rückkehr nicht geschlossen sei. Allerdings stellt er Bedingungen und erklärt: “Wir wollen mit ihm die Saison fertig spielen, aber er muss sich bei uns entschuldigen.” Somit ist klar, dass es aus Sicht des Vereins einen Schritt des Spielers benötigt, um den Konflikt zu bereinigen. Gleichzeitig signalisiert der Trainer, dass man sportlich auch ohne Morscher handlungsfähig sei. “Für uns ist es kein Problem, dann spielen eben andere Tormänner. Dann planen wir halt anders. Wir wären aber froh, wenn sich alles zum Positiven wendet.”
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.
Für das kommende Spiel in Schwaz ist jedenfalls Fabian Schulz als Tormann vorgesehen, während die Zukunft von Morscher beim FC Dornbirn ungewiss bleibt und offen ist, ob er noch einmal für die Rothosen zwischen den Pfosten stehen wird. Sportlich hat der Keeper in dieser Saison 20 Meisterschaftsspiele absolviert und kommt insgesamt auf 77 Einsätze für den Verein, womit er eine wichtige Rolle im Team gespielt hat. VN-TK