Amateurmeister trotz Derby-Remis

Regionalliga / 04.06.2026 • 17:56 Uhr
Luka Ancevski traf zur Hohenemser Führung. VN-SERRA
Luka Ancevski traf zur Hohenemser Führung. VN-SERRA

Der VfB verspielt in Lustenau ein 2:0, holt dennoch den Vorarlberger Meistertitel.

Lustenau Der VfB Hohenems ist erneut Vorarlberger Amateurmeister. Den Grafenstädtern reichte im letzten Regionalliga-Ländlederby der Saison beim FC Lustenau vor fast 1000 Zuschauern ein 2:2-Unentschieden, um den Titel erfolgreich zu verteidigen. Wirklich zufrieden waren die Gäste nach dem Schlusspfiff allerdings nicht. Zu deutlich waren die Vorteile über weite Strecken der Partie, zu zahlreich die vergebenen Chancen auf einen möglichen klaren Auswärtserfolg.

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Hohenems Coach Werner Grabherr war mit der Leistung zufrieden, aber nicht mit dem Ergebnis.
Hohenems-Coach Werner Grabherr war mit der Leistung zufrieden, aber nicht mit dem Ergebnis. VN-Serra

Vor 950 Zuschauern im Stadion an der Holzstraße legte Hohenems von Beginn an den Vorwärtsgang ein. Die Gäste bestimmten das Spielgeschehen und kamen früh zu guten Möglichkeiten. Nachdem Mert Can Ünal (22.), Bader Belhaj (26.) und Noel Gunz (29.) ihre Chancen noch nicht nutzen konnten, sorgte Luka Ancevski in der 34. Minute für die längst verdiente Führung.

Zweikämpfe waren Trumpf.
Zweikämpfe waren Trumpf. VN-Serra
Knapp 1000 Zuschauer im Holz.
Knapp 1000 Zuschauer kamen ins “Holz”. VN-Serra

Der VfB hätte bereits vor der Pause alles klar machen können. Nach einem Foul von Mats Seible an Carlos Berlinger im Strafraum zeigte Schiedsrichter Felix Ouschan auf den Elfmeterpunkt, doch Noah Küng parierte den Strafstoß von Linksfüßer Ünal (43.) und hielt die Lustenauer damit im Spiel. Auch danach ließen die Gäste beste Möglichkeiten aus. Belhaj vergab kurz vor dem Seitenwechsel eine weitere Großchance.

Hohenems jubelte nur zweimal.
Hohenems jubelte nur zweimal. VN-Serra
Noah Küng hielt einen Ünal-Elfer.
Noah Küng hielt einen Ünal-Elfer. VN-Serra

Nach Wiederbeginn schien die Entscheidung dennoch zu fallen. Luca Vater köpfte in der 57. Minute nach einem ruhenden Ball zum 2:0 ein. Hohenems kontrollierte die Begegnung weiterhin und hätte die Führung ausbauen müssen. Ünal, Gunz und später Winsauer vergaben jedoch weitere hochkarätige Möglichkeiten. Dieses Auslassen sollte sich rächen.

Bader Belhaj spielte gut, vergab aber zwei gute Chancen.
Bader Belhaj spielte gut, vergab aber zwei gute Chancen. VN-Serra
Punkteteilung in Lustenau.
Punkteteilung in Lustenau. VN-Serra

FC-Lustenau-Trainer Philipp Hagspiel bewies mit seinen Wechseln ein glückliches Händchen. Simon Lukas Grabherr kam nach einer Stunde ins Spiel und wurde zum Mann des letzten Prestigeduells. In der 70. Minute verkürzte er aus kurzer Distanz auf 1:2, nur drei Minuten später traf der Joker mit einem glasharten Schuss aus vollem Lauf erneut und stellte mit seinem Doppelpack überraschend auf 2:2.

Vier Tore aber kein Sieger sahen die vielen Fans.
Vier Tore, aber kein Sieger sahen die vielen Fans. VN-Serra
Philipp Hagspiel musste auf viele Stammspieler verzichten.
Philipp Hagspiel musste auf viele Stammspieler verzichten. VN-Serra

Während die Hausherren über den gewonnenen Punkt jubelten, ärgerte sich Werner Grabherr über den leichtfertig verspielten Sieg. “Wir haben gut gespielt, aber viel zu wenig daraus gemacht. Das ist das Spiegelbild unserer ganzen Saison. Es ist brutal, mit so vielen Chancen und einem vergebenen Elfmeter nur mit einem Punkt vom Platz zu gehen. Schade, dass wir das Spiel nicht mit fünf oder sechs Toren Unterschied gewinnen und uns für diese gute Leistung nicht belohnen”, sagte der Hohenems-Coach.

Simon Grabherr (ganz links) schoss ein Doppelpack.
Simon Grabherr (ganz links) schoss ein Doppelpack.VN-Serra
Lustenaus Notelf holt ein Punkt gegen Hohenems.
Lustenaus Notelf holt einen Punkt gegen Hohenems. VN-Serra

Der Ärger über die ausgelassenen Möglichkeiten wurde zumindest durch den Gewinn des Amateurmeistertitels gemildert. Zudem gab es nach dem Schlusspfiff leichte Entwarnung bei Pierre Nagler. Der zwölffache Saisontorschütze zog sich eine Knieverletzung zu, sollte nach ersten Einschätzungen aber rechtzeitig für das Cupfinale gegen den FC Dornbirn kommenden Mittwoch (19 Uhr) wieder fit werden. Damit lebt für den VfB weiterhin die Hoffnung auf das Double. VN-TK