Meister warnt vor stark verbessertem Vorjahres-Schlusslicht

Regionalliga / 31.07.2026 • 10:54 Uhr
Röthner Tobias Hartmann kann das Derby entscheiden. VN-SERRA
Röthner Tobias Hartmann kann das Derby entscheiden. VN-SERRAthomas Knobel

Die Gastgeber bauen auf ihre Heimstärke, der Gegner kämpft mit Personalsorgen.

Röthis Mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen startet der SC Röthis am Sonntag (17 Uhr) am Sportplatz an der Ratz in das Abenteuer Regionalliga West. Nach dem Gewinn des Meistertitels in der VOL.AT-Eliteliga wollen die Vorderländer ihre Erfolgsserie nun auch eine Klasse höher fortsetzen. Der Auftakt hat es allerdings in sich, denn obwohl der Gegner die vergangene Saison als Tabellenletzter der Regionalliga West beendet hat, erwartet man im Röthner Lager alles andere als eine leichte Aufgabe. Vielmehr rechnet man mit einem deutlich stärkeren Kontrahenten, der sich personell verändert und sportlich neu ausgerichtet hat.

Meistermacher Ali Özkan ist optimistisch. VN-SERRA
Meistermacher Ali Özkan ist optimistisch. VN-SERRAthomas Knobel

„Lauterach ist gegenüber dem Vorjahr viel stärker geworden und es wird richtig schwer. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe, Kleinigkeiten werden über Sieg und Niederlage entscheiden“, sagt Meistertrainer Ali Özkan. Für den Erfolg soll vor allem die eingespielte Achse sorgen, die den Titelgewinn möglich gemacht hat. Im Defensivverbund und im Mittelfeld blieb das Gerüst nahezu unverändert, während in der Offensive mit dem Neuen Thomas Baldauf und Torjäger Arbnor Rexhaj für zusätzliche Durchschlagskraft sorgen sollen. Gerade vor eigenem Publikum wollen die Vorderländer ihre Qualitäten erneut unter Beweis stellen.

Der Gast reist dagegen mit gemischten Gefühlen an. Nach einer enttäuschenden Vorsaison soll ein Neustart gelingen, doch ausgerechnet vor dem Auftakt kämpft der neue Trainer Ivan Kristo mit erheblichen Personalsorgen. Mit Aygün Topcu, Fabio Erath, Fabio Kristo und Muhamed Canazlar fehlen gleich vier wichtige Spieler verletzungsbedingt. „Das ist ein Qualitätsverlust, den jedes Team spüren würde“, erklärt Kristo. Immerhin steht Burak Ergin nach überstandenen Beschwerden wieder zur Verfügung.

Ivan Kristo gibt sein Trainerdebüt. VN-TK
Ivan Kristo gibt sein Trainerdebüt. VN-TKthomas Knobel

Verbesserungsbedarf gibt es bei den Unterländern vor allem in fremden Stadien. In der vergangenen Saison sprang aus neun Auswärtsspielen lediglich ein Unentschieden heraus, dazu kassierte die Mannschaft acht Niederlagen. Genau dort will der neue Trainer ansetzen und seiner Mannschaft mehr Stabilität verleihen. Für beide Teams ist das Duell deshalb weit mehr als nur der erste Spieltag. Während der Aufsteiger beweisen möchte, dass der Meistertitel verdient war, will der Gast zeigen, dass die schwache Vorsaison endgültig der Vergangenheit angehört. VN-TK