Umstrittener Platzverweis wird zum Wendepunkt

Regionalliga / 02.08.2026 • 11:30 Uhr
Wendepunkt: Eldar Mehmedovic wird nach diesem angeblichen Foul an Noel Gunz des Feldes verwiesen. VN-SERRA
Wendepunkt: Eldar Mehmedovic wird nach diesem angeblichen Foul an Noel Gunz des Feldes verwiesen. VN-SERRAthomas Knobel

Der Aufsteiger hält den Favoriten lange in Schach, bleibt aber ohne Punkte.

Lochau Der SV Lochau hat zum Start der Regionalliga West trotz einer starken Vorstellung eine knappe 2:3 (1:1)-Niederlage gegen den VfB Hohenems hinnehmen müssen. Im Mittelpunkt des Derbys vor 700 Zuschauern im Stadion Hoferfeld stand jedoch weniger das Ergebnis als die Gelb-Rote Karte gegen Eldar Mehmedovic in der 51. Minute. Beim Stand von 1:1 musste der Neuling mehr als eine halbe Stunde in Unterzahl spielen. Insgesamt verteilte Schiedsrichter Felix Ouschan neun Gelbe Karten, die Ausschlussszene sorgte für die größten Diskussionen.

Entsprechend groß war der Ärger bei Lochau-Trainer Metin Batir. „Jeder hat das Foul nach dem Zweikampf von Lochau-Spieler Eldar Mehmedovic und Ems-Spieler Noel Gunz auf die andere Seite gesehen und ganz sicher kein Ausschluss. Das Spiel wäre beim Stand von 1:1 die letzten dreißig Minuten einfach offener gewesen. Schade, aber wir sind zwar enttäuscht. Der Einstand in der Liga war stark, wir haben gut dagegengehalten und sind trotz allem zufrieden“, sagte der Aufstiegstrainer.

Obwohl Hohenems die ersten drei Punkte der Saison mitnahm, fiel auch das Fazit von Werner Grabherr kritisch aus. „Das einzig Positive waren die drei Punkte. Die zwei Gegentore aus dem Nichts sind zu einfach. Ich bin trotz des Sieges nicht zufrieden. Über die Art und Weise unseres Auftritts werde ich am Montag noch mit der Mannschaft reden“, kündigte der Trainer an.

Sportlich hatte Lochau den Favoriten über weite Strecken voll gefordert. Kevin Prantl brachte die Gastgeber mit einem sehenswerten Schlenzer ins lange Eck in Führung. Kurz vor der Pause gelang Yannick Gruber der Ausgleich (41.). Nach der umstrittenen Gelb-Roten Karte gegen Mehmedovic nutzte Hohenems die numerische Überlegenheit. Luka Ancevski drehte die Partie mit dem 2:1 (64.). Ünal erhöhte in der 86. Minute auf 3:1.

Ein Treffer von Tarkan Parlak wurde nicht anerkannt (81.), ehe Robin Lhotzky in der Nachspielzeit noch auf 2:3 verkürzte. Für Lochau vergaben Kevin Prantl (28../33.) und Dastan (39.) gute Möglichkeiten, bei Hohenems sorgten Ünal (5./32./46./58./Stange), Tiefenbach (16./36.), Ancevski (62.) sowie Marold (63./72.) immer wieder für Gefahr. Am Ende blieb dem mutigen Aufsteiger zwar der verdiente Lohn verwehrt, die Leistung gegen den Titelanwärter macht jedoch Mut für die kommenden Aufgaben. VN-TK