Röthis verblüfft die Konkurrenz – Lustenau sucht verzweifelt Antworten

Regionalliga / 23.10.2026 • 10:24 Uhr
Im Jubiläumsdress glänzt Röthis auf allen Linien.
Im Jubiläumsdress glänzt Röthis auf allen Linien. Thomas Knobel

18 Punkte in neun Spielen, ein Trainerwechsel aus Sorge und ein Wiedersehen.

Röthis Neun Spiele, 18 Punkte und ein sechster Tabellenplatz, mit dem vor Saisonbeginn wohl nur ganz wenige gerechnet hätten. Der SC Röthis gehört zu den erfreulichsten Überraschungen der Regionalliga West. Am Samstag (14 Uhr) empfängt die Mannschaft von Meistertrainer Ali Özkan auf dem Sportplatz an der Ratz ausgerechnet jenen Vorarlberger Konkurrenten, bei dem bislang kaum etwas nach Wunsch läuft. Der FC Lustenau reist als Tabellenvierzehnter mit lediglich sieben Punkten an.

Die Zahlen verdeutlichen den Unterschied. Röthis sammelte in der bisherigen Meisterschaft sensationell dreimal so viele Zähler wie die Lustenauer. Mit insgesamt 21 Punkten haben sich die Vorderländer im oberen Tabellendrittel festgesetzt. Der Rückstand auf Tabellenführer Imst beträgt sieben Punkte. Lustenau hingegen konnte in zwölf Meisterschaftsspielen erst einmal gewinnen, kassierte bereits 34 Gegentreffer und steht zunehmend unter Zugzwang.

Röthis schwimmt auf einer Erfolgswelle.
Röthis schwimmt auf einer Erfolgswelle. Thomas Knobel

Bei Röthis rückt derzeit allerdings auch das Sportliche in den Hintergrund. Co-Trainer Marco Wieser musste sich in Innsbruck auf Anraten der Ärzte noch einer Herzoperation unterziehen und wird erst im Frühjahr wieder zur Verfügung stehen. Sportchef Christoph Stückler springt deshalb ein und unterstützt Meistermacher Ali Özkan künftig als Co-Trainer. Auch für die kommende Saison zeichnet sich bereits eine Veränderung ab. Der erst 20-jährige Ersatzkeeper Maximilian Fuchs wird ab Sommer 2027 in Amerika Studium und Fußball miteinander verbinden.

Gegentore will der FC Lustenau vermeiden. VN-STIPLOVSEK
Gegentore will der FC Lustenau vermeiden. VN-STIPLOVSEK

Beim FC Lustenau versucht Sportchef David Grabher trotz der enttäuschenden Zwischenbilanz, Ruhe zu bewahren. “Wir sind in einer schwierigen Situation und alle Beteiligten hoffen, dass man schnellstens wieder unten rauskommt”, erklärt Grabher. Dass sich das zweite Jahr in der Westliga derart schwierig gestalten würde, habe man nicht erwartet. Dennoch ist Grabher überzeugt, dass seine Mannschaft konkurrenzfähig ist und zur Trendwende nicht viel fehlt.

Nur vierzehn Tore hat FC Lustenau auf der Habenseite. VN-STIPLOVSEK
Nur vierzehn Tore hat der FC Lustenau auf der Habenseite. VN-STIPLOVSEK

Eine besondere Geschichte schreibt die Partie für Julian Mair. Der jetzige Lustenauer spielte siebeneinhalb Jahre für Röthis, absolvierte 137 Einsätze und erzielte 36 Tore. Nun kehrt er erstmals in dieser Konstellation als Gegner an seine langjährige Wirkungsstätte zurück. VN-TK