Vielfältiges Kulturprogramm in Paris

21.04.2017 • 07:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Die Kultursaison 2017 in Paris hat für jeden Geschmack etwas zu bieten.

reise. (VN-ber) Paris ist nicht nur die Stadt der Liebe, sondern auch der Kultur. Nach der schweren Zeit und den traurigen Ereignissen, die Frankreichs Hauptstadt hinter sich hat, bekommt das Thema Kultur nun einen besonderen Stellenwert. Erstmals haben sich die Region Île de France und Paris zusammengetan und das neue, gemeinsame Kulturprogramm für 2017 präsentiert. „Es ist uns wichtig zu zeigen, wie kreativ, aber auch wie stark wir sind. Wir lassen uns nicht unterkriegen und laden alle zu uns ein“, betonte Bürgermeisterin Anne Hidalgo bei ihrer Ansprache in der Pariser Oper.

Dass Paris kulturell viel zu bieten hat ist nicht neu. Schon immer pilgerten Scharen an Touristen zu den großen und berühmten Museen, wie dem Louvre, dem Musée d’Orsay, dem Centre Pompidou oder zu den beeindruckenden Kirchen Notre Dame und Sacré Cœur. Doch auch abseits dieser bekannten Museen kann Paris mit vielen spannenden Orten aufwarten. In der Avenue des Gobelins, im 13. ­Arrondissement, befindet sich beispielsweise das Mobilier National. Im ehemaligen Möbellager des Hofes, das 1663 von Louis XIV. und Colbert gegründet wurde, werden heute sämtliche Möbel für die Regierungspaläste Frankreichs hergestellt oder restauriert. Auf dem geschichtsträchtigen Gelände kann man im Rahmen einer Führung noch heute zusehen, wie riesige Teppiche für die Ministerien, Paläste oder Botschaften gewebt werden. Bis zu sechs Jahre dauert die Herstellung eines solchen Meisterwerkes. Mehr als 14.000 Farben wurden im hauseigenen Labor dafür schon hergestellt, um die Garne für jedes Kunstwerk passend einzufärben. Ein wunderschöner Ort voller Kreativität und fast noch ein Geheimtipp.

Weit weniger geheim, aber auch etwas außerhalb, nämlich im 19. Arrondissement, befindet sich seit zwei Jahren die Pariser Philharmonie, die von Stararchitekt Jean Nouvel erbaut wurde und auch das weniger attraktive Viertel an der nordöstlichen Peripherie beleben und in die Stadt integrieren soll. Das futuristische Gebäude im Parc de la Vilette beherbergt neben dem akustisch hochklassigen Konzertsaal auch zahlreiche Probensäle, einen großzügig bemessenen Bereich für musikpädagogische Projekte und ein erstklassiges Restaurant. Ein paar Straßenecken weiter findet man dann etwas weniger Hochkultur, aber